Freier Zugang zur Forschung: Open Access Netzwerk Austria gegründet

25. März 2013, 13:16
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Unter der Schirmherrschaft der uniko und FWF

Zunehmend werden wissenschaftliche Publikationen und Forschungsdaten im Internet frei und kostenlos (Open Access) veröffentlicht. Dennoch gibt es rund um das Thema noch viele offene Fragen und auch Wissenschafter selbst sind sich dabei unsicher. Vor diesem Hintergrund wurde nun unter der Schirmherrschaft der Universitätenkonferenz (uniko) und des Wissenschaftsfonds (FWF) das "Open Access Netzwerk Austria" (OANA) gegründet. In dessen Rahmen gibt es nun Ansprechpartner an allen Universitäten sowie an vielen Privatunis, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen und Förderorganisationen, teilte der FWF am Montag mit.

Ziele

Ziele des OANA sind u.a. die Abstimmung der und Empfehlungen zu Open-Access-Aktivitäten in Österreich, die Positionierung gegenüber den Informationsanbietern, vor allem Verlagen, und die Bereitstellung von Informationen für Wissenschafter und Forschungsstätten. "Angesichts der Tatsache, dass Förderorganisationen zunehmen Open Access einfordern, werden solche Informationen immer wichtiger", erklärte FWF-Experte Falk Reckling gegenüber der APA. Er verweist etwa auf Großbritannien, wo künftig alle mit öffentlichen Mittel geförderten Wissenschafter verpflichtet werden, Open Access zu publizieren. Auch im Rahmen des neuen EU-Forschungsprogramms soll es eine solche Verpflichtung geben. Im Herbst ist eine erste Informationsveranstaltung des OANA geplant.

"Goldener Weg"

Derzeit sind viele wissenschaftliche Erkenntnisse nur über kostenpflichtige Zeitschriften bzw. Datenbanken zugänglich. Bibliotheken und wissenschaftliche Einrichtungen klagen über deren hohe Anschaffungskosten, in ärmeren Ländern wird der Zugang zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen so völlig unmöglich. Dem steht seit einigen Jahren die Open Access-Bewegung gegenüber, wobei zwischen zwei Zugängen unterschieden wird: Der "Grüne Weg" bezeichnet die Archivierung durch die Wissenschafter von in klassischen Zeitschriften erschienenen Veröffentlichungen auf frei zugänglichen Homepages bzw. in institutionellen Archiven, also einer Art elektronischer Bibliotheken. Beim "Goldenen Weg" wird der wissenschaftliche Artikel in einer Zeitschrift, die allen frei zugänglich ist, veröffentlicht. Prominente Beispiele sind die Zeitschriften der Public Library of Science oder von BioMedCentral. (APA, 25.3. 2013)

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