s Immo: Analysten erwarten rückläufige Mieterlöse

25. März 2013, 12:30
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Wien - Für die am Dienstag anstehenden, vorläufigen Gesamtjahreszahlen der s Immo erwarten die Analysten der Erste Group sowie der Raiffeisen Centrobank (RCB) leicht rückläufige Mieterlöse sowie ein moderates Minus beim operativen Ergebnis vor Abschreibungen (Ebitda). Beim Betriebsergebnis (Ebit) sowie beim Nettogewinn sind sich die Experten jedoch uneinig: Während die Analysten der Erste Group für 2012 mit einem steigenden Ebit sowie einem steigenden Nettogewinn rechnen, sehen die RCB-Spezialisten auch hier leichte Rückgänge.

Die Experten beider Banken verweisen im Zusammenhang mit den rückläufigen Prognosen für die Mieterlöse auf die hohen Verkaufserlöse des Unternehmens. In den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2012 konnte die s Immo mit dem Verkauf von Immobilien 130,1 Mio. Euro erwirtschaften. Das ursprünglich angekündigte Gesamtjahres-Verkaufsziel von 100 Mio. Euro wurde damit bereits nach neun Monaten deutlich überschritten.

Daneben rechnen die Erste Group-Analysten nach einem flachen Neubewertungsergebnis im Vorjahr (2011) für 2012 wieder mit einem leicht positiven Beitrag. "Zusammen mit einer geringeren Steuerlast sollte dies zu einem Anstieg beim Nettogewinn beitragen", schreiben die Experten.

Nach Ansicht der RCB-Analysten könnten hingegen Abwertungen die Zahlen für das vierte Quartal und damit auch das Gesamtjahresergebnis belasten. Auf den heimischen Immo-Werten laste derzeit vor allem an den osteuropäischen Märkten hoher Druck, hieß es. Bereits bei dem Branchenkollegen conwert sorgten im Gesamtjahr 2012 hohe Firmenwert-Abschreibungen für einen höheren Jahresverlust als erwartet. Ob sich dieser Trend auch bei der s Immo fortsetzen wird, werde sich bei der morgigen Zahlenpräsentation zeigen, so der RCB-Analyst. (APA, 25.3.2013)

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