Euro gibt deutlich nach

25. März 2013, 17:04
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Aussagen des Eurogruppen-Chefs belasten

Der Euro hat sich heute, am Freitag, im späten Handel gegenüber dem US-Dollar mit klaren Abschlägen präsentiert. Gegen 17 Uhr notierte der Euro bei 1,2887 Dollar und damit deutlich tiefer zum heutigen Richtkurs der Europäischen Zentralbank (EZB).

Der Euro/Dollar-Kurs war infolge der Einigung auf ein Rettungspaket für Zypern zeitweilig über 1,30 Dollar gestiegen. Nachdem die erste Euphorie über den Beschluss abgeklungen war, sackte er aber wieder ab. Nach Einschätzung eines Wiener Händlers rückten im Späthandel erneut die weiterhin bestehenden Unsicherheitsherde der Eurozone in den Vordergrund.

Zuletzt litt der Euro unter Aussagen des neuen Eurogruppen-Chefs Jeroen Dijsselbloem, dass der Restrukturierungsplan für zypriotische Banken als Vorlage für den Rest der Eurozone dienen solle. Dies hätte die Unsicherheit wieder erhöht, kommentierte ein Händler.

Eurostaaten und Weltwährungsfonds hatten den Inselstaat in der Nacht auf Montag in letzter Minute vor dem Staatsbankrott bewahrt. Sie einigten sich mit der zypriotischen Regierung nach einem über zwölfstündigen Verhandlungsmarathon auf ein Hilfsprogramm von 10 Milliarden Euro. Nun wird Zyperns Bankensektor drastisch gestutzt, Gläubiger und Kunden der beiden größten Geldhäuser des Landes sollen zur Sanierung beitragen. Sparguthaben bis 100.000 Euro bleiben indessen unangetastet.

Das Londoner Nachmittags-Fixing für den Goldpreis wurde mit 1.599,25 Dollar/Feinunze ermittelt. Das Vormittags-Fixing lag heute bei 1.602,25 Dollar. Am Freitag wurde ein Nachmittags-Fixing von 1.607,75 Dollar festgestellt. (APA, 25.3.2013)

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