Schneesturm verschärfte Ausnahmewinter in Russland

25. März 2013, 09:30
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Autos unter Schneemassen begraben - Auch ukrainische Hauptstadt Kiew versinkt im Schneechaos

Moskau/Kiew - Mit einem der heftigsten Schneestürme der vergangenen Jahrzehnte stemmt sich der russische Winter in Moskau weiter gegen den Frühling. Die Lage habe sich in diesem Ausnahmewinter noch einmal verschärft, sagten Experten am Montag. In der Millionenmetropole Moskau waren nach den ohnehin extremen Schneefällen der vergangenen Wochen viele Autos unter Schneemassen begraben. Behörden warnten vor Autofahrten auf den schwer passierbaren Straßen, auch wegen der schlechten Sicht. Es bildeten sich kilometerlange Staus.

Die Wetterdienste hatten zuvor von einem Jahrhundert-Sturm gewarnt. Die Schneefälle begannen am Sonntag und hatten bereits am Wochenende ein Niveau wie zuletzt vor 50 Jahren erreicht. Die Temperaturen war nachts auf bis zu minus 25 Grad gesunken.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sprachen die Behörden von einem Jahrhundert-Ereignis. Nach einem Schneesturm haben die Behörden der Hauptstadt Kiew den Ausnahmezustand verhängt. In der Stadt mit drei Millionen Einwohnern räumten am Sonntag Tausende kommunale Angestellte und Soldaten mehr als einen halben Meter Neuschnee.

Panzer im Einsatz

Auch etwa ein Dutzend Panzer waren im Einsatz, um etwa Lastwagen abzuschleppen. Der landesweit größte Flughafen Borispol in der Nähe von Kiew strich die meisten Flugverbindungen. Es werde mit Hochdruck daran gearbeitet, den zusammengebrochenen Bus- und Straßenbahnverkehr wiederherzustellen, teilte die Stadtverwaltung mit.

Über 600 Ortschaften ohne Strom

Die U-Bahn in der Hauptstadt war das einzige funktionierende öffentliche Verkehrsmittel. Die Metro verkürzte die Taktzeiten, um das erhöhte Passagieraufkommen zu bewältigen. Landesweit fiel laut Zivilschutzdienst in über 600 Ortschaften der Strom aus. Mehr als 500 Dörfer waren am Sonntag in der Früh noch von der Außenwelt abgeschnitten.

In der Nacht auf Samstag war allein in Kiew so viel Niederschlag gefallen wie sonst im ganzen Monat März. Bei tiefen Minusgraden schneite es weiter in vielen Teilen des Landes. Das Frostwetter soll die gesamte Woche anhalten. Bereits im Dezember musste nach einem Schneesturm der Ausnahmezustand in der Hauptstadt ausgerufen werden. (APA, 25.3.2013)

  • In der ukrainischen Hauptstadt Kiev befreien Menschen ihr Auto von den Schneemassen.
    foto: epa/sergey dolzhenko

    In der ukrainischen Hauptstadt Kiev befreien Menschen ihr Auto von den Schneemassen.

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