SPD-Medienholding verkauft Anteile an "Westfälischer Rundschau"

24. März 2013, 18:25
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Zeitung gehört damit zu hundert Prozent der WAZ-Gruppe

Berlin - Die SPD-Medienholding ddvg hat ihre Anteile an der "Westfälischen Rundschau" an die WAZ-Mediengruppe verkauft. Der Vertrag sei am Freitag unterzeichnet worden, bestätigte der Geschäftsführer der Mediengruppe, Christian Nienhaus, am Samstag. Die Zeitung gehört damit zu hundert Prozent der WAZ-Gruppe ("Westdeutsche Allgemeine Zeitung").

"Nachdem die WAZ Anfang des Jahres im Alleingang und somit ohne Kenntnis der ddvg die Redaktion der 'Westfälischen Rundschau' aufgelöst hat, war eine Basis für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit von ddvg und WAZ nicht mehr gegeben", erklärte die SPD-Medienholding am Samstag in einer Pressemitteilung. Die Gespräche mit der ddvg hätten sich über zwei Monate hingezogen, sagte WAZ-Geschäftsführer Nienhaus. "Und es ging natürlich ums Geld."

Die ddvg hielt über die Westfälische Verlagsgesellschaft 13,1 Prozent an dem Zeitungsverlag Westfalen KG, der die "WR" herausgibt. Die WAZ-Gruppe erwarb die Anteile nach dpa-Informationen für rund 16 Millionen Euro.

Die WAZ-Mediengruppe hatte die Redaktion der "WR" mit 120 Mitarbeitern im Jänner nach Millionenverlusten geschlossen. Die Nachrichten für die "WR"-Lokalteile werden seither von anderen Zeitungen zugeliefert, darunter auch Konkurrenten. Die ddvg hatte der WAZ-Gruppe vorgeworfen, den Schritt nicht abgestimmt zu haben. (APA, 24.3.2013)

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