Hlawati nach HV im Mai nicht mehr TA-Aufsichtsrätin

24. März 2013, 15:09
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Wien - Im Aufsichtsrat der teilstaatlichen Telekom Austria wird es, wie bereits kolportiert, auf Basis der Hauptversammlung (HV) am 29. Mai zu Rochaden kommen. Die Spekulationen um den Rückzug der umstrittenen Langzeit-Aufsichtsrätin Edith Hlawati der Anwaltskanzlei CHSH scheinen nun beendet: "Ich habe entschieden, nicht noch um eine weitere Amtsperiode zu verlängern", sagt sie der Tageszeitung "Die Presse" (Samstag).

Hlawati sitzt seit Juni 2001 im Kontrollgremium. Sie hat den Telekom-Skandal damit von Anfang an miterlebt. Als Anwältin vertritt sie auch die Telekom Austria. "Wir haben die Honorare meiner Kanzlei immer in den Telekom-Geschäftsberichten veröffentlicht", sagte Hlawati dazu zur "Presse", die schreibt, dass die Kanzlei über Jahre so rund sieben Mio. Euro verdient habe. Dafür, dass die "Orange"-Billigmarke Yesss! an die Telekom ging, seien alleine 1,7 Mio. Euro geflossen.

Das Blatt mutmaßt weiter über den Rückzug Franz Geigers aus dem Gremium. Dieser sei, wie offiziell argumentiert werde, als Vorstand der Donau Chemie unabkömmlich. Auch werde Wilfried Stadler aus dem Aufsichtsrat gehen - der ehemalige Investkredit-Chef habe ein "dringendes Bedürfnis" dazu, heißt es im Artikel. Zu guter Letzt würde auch der Sessel von Henriette Egerth-Stadlhuber wackeln. (APA, 24.3.2013)

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