Larry Page: Herrscher des Google-Imperiums wird 40

24. März 2013, 15:13
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Idee, einen Suchalgorithmus für das Internet zu entwickeln, machte aus Student der Eliteuni Stanford einen Multimilliardär

Dass Larry Page später einmal irgendwas mit Computern machen würde, hat sich schon in seiner Kindheit angedeutet. Vater und Mutter des Google-Mitgründers arbeiteten als Informatikprofessoren, überall verstreut im Elternhaus im US-Bundesstaat Michigan lagen Computerteile. Die Idee, einen Suchalgorithmus für das Internet zu entwickeln, machte aus dem Studenten der Eliteuni Stanford dann einen Multimilliardär. Page, der am Dienstag 40 Jahre alt wird, leitet als Chef von Google einen Weltkonzern und formt als Technik-Visionär die Zukunft der digitalen Revolution.

An der Spitze

Google ist Marktführer bei Suchmaschinen in Internet, das Unternehmen hat über das Verb "googeln" Einzug in die Alltagssprache gehalten. Wie viele der heutigen Netz-Giganten entstand auch Google zuerst im Gehirn eines neugierigen Studenten. Auf der Suche nach einem Thema für seine Doktorarbeit in Stanford begann Page Mitte der 90er-Jahre gemeinsam mit seinem Freund Sergey Brin ein Forschungsprojekt, das Webseiten nach ihrer Relevanz auflistet - die Grundidee für Google war geboren.

Das Unternehmen gründeten Page und Brin im Sommer 1998, den Namen leiteten sie dabei von dem mathematischen Begriff Googol ab, der für eine Eins mit hundert Nullen steht. In den ersten Jahren agierten Page und Brin als Doppelspitze, stellten mehr als 200 Mitarbeiter ein und führten das Unternehmen in die Gewinnzone. Im Jahr 2001 gaben sie den Chefposten an den erfahrenen Manager Eric Schmidt ab, der Google 2004 an die Börse führte.

Chef

Page saß als Verantwortlicher für die Produktentwicklung weiter im Vorstand, im April 2011 löste er Schmidt als Konzernchef wieder ab. Der Mitgründer wollte für frischen Wind sorgen, nachdem Googles Innovationskraft in den Jahren zuvor etwas erlahmt war. Kollege Brin, der lange als Technikvorstand amtierte, ist heute für die Leitung spezieller Projekte zuständig.

Das Unternehmen im kalifornischen Mountain View, an dessen Spitze Page zurückkehrte, ist im Vergleich zu den Anfangstagen zu einem IT-Riesen geworden. Mehr als 53.000 Menschen arbeiten weltweit für Google, der Umsatz betrug im vergangenen Jahr rund 50 Milliarden Dollar. Die Suchmaschine ist noch immer das Kerngeschäft des Konzerns, der aber mittlerweile eine Vielzahl von Diensten im Internet anbietet: Das Videoportal Youtube gehört ebenso zum Firmenimperium wie das soziale Netzwerke Google+, der Webbrowser Google Chrome und der Online-Atlas Google Maps.

Motorola

Im vergangenen Jahr schloss Google die Übernahme der Handysparte von Motorola ab und könnte damit eigene Smartphones und Tablet-Computer entwickeln. Bereits heute läuft ein Großteil der weltweit verwendeten Smartphones mit dem von Google entwickelten Betriebssystem Android. Im Februar brachte Google einen neuen Laptop-Computer mit Touchscreen auf den Markt, der voll auf das Rechnen in der Datenwolke im Internet ausgerichtet ist.

Seit Pages Rückkehr auf den Chefsessel legte Googles Aktienkurs von knapp 600 Dollar auf mehr als 800 Dollar zu. Das US-Magazin "Fortune" feierte in einem Porträt vom Jänner den Unternehmergeist des Informatikers. Im Zuge einer Neuorganisation gliederte Page den Konzern in sieben eigenverantwortliche Einheiten, die sich an bestimmten Produkten wie dem Suchmaschinengeschäft oder der Entwicklung von Android orientieren. Die Hürden für die Umsetzung neuer Ideen seien damit deutlich gesenkt worden, schreibt "Fortune". Derzeit arbeitet Google an Innovationen wie einem fahrerlosen Auto und einer Datenbrille.

Wenige Details

Privat ist über den als öffentlichkeitsscheu geltenden Google-Chef nur wenig bekannt. Das Magazin "Forbes" schätzt sein Vermögen auf 23 Milliarden Dollar. Page ist seit 2007 mit der Wissenschaftlerin Lucinda Southworth verheiratet, das Paar hat laut "Fortune" zwei kleine Kinder. In einem seltenen Interview sagte Page im Jänner, dass neue Produkte bei ihm immer den "Zahnbürstentest" überstehen müssten: Sie müssen wichtig genug sein, dass die meisten Menschen sie mindestens zwei Mal täglich benutzen werden. (APA, 24.03.13)

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Google

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    Google-Chef Larry Page.

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