Wien: Notarzthubschrauber wurde Ziel von Laserpointer-Attacke

24. März 2013, 13:09
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Hubschrauer wollte auf Dach des Donauspitals landen - Laserstrahl erschwerte Landung - Baby in Inkubator an Bord

Wien - Ein Notarzthubschrauber mit einem Baby an Bord war am Samstagabend in Wien-Donaustadt Ziel einer Laserpointer-Attacke. Der gefährliche Zwischenfall ereignete sich unmittelbar vor der Landung auf dem Dach des Donauspitals, sagte Ralph Schüller, Sprecher der ÖAMTC-Flugrettung, am Sonntag der APA. Der Pilot hat Anzeige erstattet.

Bei dem betroffenen Helikopter handelt es sich um den in Wiener Neustadt stationierten Intensiv-Transporthubschrauber C33, der rund um die Uhr für Überstellungsflüge zwischen Spitälern bereitsteht. Im konkreten Fall wurde ein Baby im Inkubator von Mödling in das Donauspital gebracht. An Bord befanden sich neben dem Piloten gleich zwei Ärzte sowie ein Sanitäter.

Strahl aus Fenster einer Wohnsiedlung

Der Landeanflug in der Dunkelheit erforderte nach Angaben von Pilot Stefan Dürager höchste Konzentration, da sich rund um das Krankenhaus mehrere Kräne befinden und es ziemlich windig war. "Um mir einen Überblick zu verschaffen, bin ich noch eine Runde geflogen. Plötzlich hat mich der Strahl eines Laserpointers getroffen. Er ist von einem Fenster einer Wohnsiedlung im Süden des Donauspitals gekommen." Zeit, um aus der Luft die Quelle zu suchen, sei nicht geblieben - das Baby musste so schnell wie möglich ins Krankenhaus gebracht werden."

Anzeige bei der Polizei

"Nach der Landung habe ich verschwommen gesehen. Das hat etwa drei Minuten angehalten", sagte Dürager zur APA. Nach der Rückkehr nach Wiener Neustadt ließ er seine Augen untersuchen, zum Glück war alles wieder in Ordnung. Dann erstattete der Pilot Anzeige bei der Polizei. Ein Rettungshubschrauber des ÖAMTC war schon einmal Ziel einer Laserpointer-Attacke: im August 2011 in Steyr. Die Justiz leitete ein Verfahren wegen Gefährdung der körperlichen Sicherheit ein. Die Urheber - zwei Burschen - wurden vor Gericht gestellt. Einer von ihnen wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, der andere kam mit einer Diversion davon. (APA, 24.3.2013)

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