Religiöse Führer in Burma rufen zum Ende der Gewalt auf

24. März 2013, 11:51
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Mindestens 32 Tote in den letzten Tagen - UN-Sondergesandter besucht verwüstete Stadt Meiktila

Rangun - Nach den schweren Unruhen in der zentralbirmanischen Stadt Meiktila mit mindestens 32 Toten haben religiöse Führer des Landes zum friedlichen Miteinander aufgerufen. Anhänger der verschiedenen Religionen sollten die Gesetze achten und von "unnötigen Konflikten" Abstand nehmen, hieß es in einer Erklärung einer gemeinsamen Organisation von Buddhisten, Muslimen, Christen und Hindus, die am Sonntag in der staatlichen Tageszeitung "New Light of Myanmar" veröffentlicht wurde.

Zugleich forderten die religiösen Vertreter von der Regierung die Gewährleistung besserer Sicherheitsvorkehrungen. Die Sicherheit sowohl von Muslimen als auch von Buddhisten müsse gewährleistet werden.

Mindestens 32 Todesopfer

Es war das erste Mal, dass sich religiöse Führer zu den Unruhen in Meiktila äußerten. Dort waren in den vergangenen Tagen bei Auseinandersetzungen zwischen Buddhisten und Muslimen mindestens 32 Menschen getötet worden. Fast 9.000 Menschen flüchteten vor der Gewalt. Ganze Stadtviertel sowie mehrere Moscheen gingen in Flammen auf. Am Samstag übernahm die burmesische Armee die Kontrolle über die Stadt, nachdem der Ausnahmezustand verhängt worden war.

Am Sonntag machte sich der UN-Sondergesandte für Burma, Vijay Nambiar, ein Bild von der Lage, wie ein Fotograf berichtete. Nambiar besuchte zwei Schulen, die geflüchteten Muslimen Unterschlupf boten, sowie ein Kloster, in dem Buddhisten aufgenommen wurden. Bei seiner Ankunft in Burma am Freitag hatte Nambiar seine "tiefe Bestürzung" über die Ereignisse in Meiktila erklärt. (APA, 24.3.2013)

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    Eine Frau vor den Trümmern ihres Hauses in Meiktila.

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