Odinmonkey: Mozilla will Javascript massiv beschleunigen

24. März 2013, 10:25
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Versprechen: zwei- bis fünfmal so schnell wie klassische Engines - Hälfte der Geschwindigkeit von nativem Code

Seit einigen Jahren versuchen sich die einzelnen Browser-Hersteller mit immer neuen Rekorden in Fragen Javascript-Performance gegenseitig zu übertrumpfen. Kaum ein Update, das nicht mit Verbesserungen in diesem Bereich wirbt. Nach den großen Sprüngen zu Beginn ist es zuletzt aber etwas ruhiger um dieses Thema geworden, kontinuierliche Weiterentwicklung in kleinen Schritten heißt hier also aktuell das vorherrschende Motto.

Odinmonkey

Zumindest bis zuletzt: Mozilla verspricht nämlich nun wieder einen deutlichen Sprung nach vorne: Mit Odinmonkey soll Javascript beim Firefox zwischen dem Faktor zwei und fünf beschleunigt werden können, dies verspricht zumindest der Hersteller.

Trick

Konkret wird dabei die Javascript-Erweiterung asm.js integriert, die die EntwicklerInnen dann für Performance-kritische Anwendungen zum Einsatz bringen können. Das Besondere daran: Der entsprechende Code läuft auch in Browsern ohne dieser Erweiterung, allerdings eben deutlich langsamer.

Umsetzung

Dank Odinmonkey sollen entsprechende Programme künftig also bereits rund die halbe Geschwindigkeit von nativem Code  - und damit das Niveau von Java oder C# - erreichen können. Interessant soll asm.js nicht zuletzt für automatisch konvertiertem Code aus anderen Sprachen sein, etwa also für die Portierung von Anwendungen oder Spielen.

Ausblick

Odinmonkey ist bereits in aktuelle Nightlys von Firefox integriert, und soll dann mit Firefox 22 an die Breite Masse der NutzerInnen ausgeliefert werden. Für stabile und Beta-Versionen soll die Erweiterung vorerst allerdings noch deaktiviert bleiben. Mit welcher Version sie auch hier dann aktiv geschaltet wird, lässt der Hersteller derzeit noch offen. Momentan läuft Odinmonkey nur auf 32- und 64-Bit x86-Systemen unter Windows und Linux, eine Mac-Version sowie eine ARM-Portierung sollen aber bald folgen. (apo, derStandard.at, 24.03.13)

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    grafik: mozilla
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