Schusswechsel an syrisch-israelischer Grenze

24. März 2013, 12:15
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Israelische Patrouille wird angegriffen und erwidert das Feuer - Verteidigungsminister kündigt sofortige Reaktion an

Damaskus/Jerusalem - An der Grenze zwischen Israel und Syrien ist es am Sonntag zu einem Schusswechsel mit israelischen Soldaten gekommen. Eine israelische Patrouille auf den Golanhöhen sei von Syrien aus beschossen worden, teilte die Armee mit. Die Soldaten hätten das Feuer auf einen syrischen Armeeposten erwidert. Es habe auf der israelischen Seite weder Opfer noch Sachschaden gegeben.

Der neue israelische Verteidigungsminister Moshe Jaalon hat eine sofortige Reaktion auf jeglichen Beschuss aus Syrien angekündigt. "Jede Verletzung der israelischen Souveränität und jeder Beschuss aus Syrien werden umgehend damit beantwortet, die Quelle des Beschusses auszuschalten", erklärte Jaalon am Sonntag in einer Mitteilung. Für alle Vorfälle dieser Art werde die syrische Regierung verantwortlich gemacht.

Beschuss auch schon am Samstag

Jaalon erklärte, seine Regierung nehme den jüngsten Beschuss aus Syrien auf die Golanhöhen sehr ernst. Nach Angaben des israelischen Militärs waren Soldaten in dem Gebiet am Sonntagmorgen aus Syrien heraus beschossen worden. Sie hätten "präzise" in Richtung des syrischen Postens zurückgeschossen, von dem aus gefeuert worden sei, sagte ein Militärsprecher. Verletzte habe es nicht gegeben. Es war zunächst unklar, ob der Beschuss von der syrischen Armee oder von Kämpfern der Rebellen stammte. Bereits am Samstagabend waren mehrere israelische Militärfahrzeuge auf den Golanhöhen von Kugeln aus Syrien getroffen worden.

Israel hatte ein etwa 1.200 Quadratkilometer großes Gebiet auf den Golanhöhen im Sechstagekrieg 1967 besetzt und 1981 annektiert. Weitere rund 510 Quadratkilometer verblieben unter syrischer Kontrolle. Die Waffenstillstandslinie zwischen Israel und Syrien wird von UN-Blauhelmen überwacht.

Inzwischen kontrollieren die syrischen Rebellen einen 25 Kilometer breiten Geländestreifen zwischen der syrisch-jordanischen Grenze und der Waffenstillstandslinie auf den Golanhöhen, wie die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Sonntag mitteilte. Das Gebiet sei "außerhalb der Kontrolle des Regimes" des syrischen Präsidenten Bashar al-Assad, erklärte die Beobachtungsstelle mit Sitz in London, die sich auf ein breites Netzwerk von Aktivisten und Rettungskräften in Syrien stützt. (APA, 24.3.2013)

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