Auf russisches Denkmal uriniert: Lagerhaft für Studenten

23. März 2013, 12:56
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Gericht in Wolgograd sprach von Schändung des Andenkens an gefallene Soldaten - Urteil: Eineinhalb Jahre Lagerhaft

Wolgograd - Ein ägyptischer Student ist in Russland zu eineinhalb Jahren Lagerhaft verurteilt worden, weil er auf das "Denkmal des Unbekannten Soldaten" in Wolgograd uriniert hatte. Ein Gericht im früheren Stalingrad sprach den Mann am Freitag schuldig, das Denkmal geschändet zu haben, wie die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete.

Der Medizinstudent hatte in der Neujahrsnacht auf die Flamme des Denkmals ("Ewiges Feuer") in der Innenstadt von Wolgograd uriniert, die dem Unbekannten Soldaten gewidmet ist. Außerdem prügelte er sich mit empörten Passanten. Im Prozess gab der Student unter Tränen an, nicht gewusst zu haben, was er tat. "Ich schwöre, ich wusste nicht, dass das ein Denkmal war", sagte er. Er war erst ein Monat zum zuvor zum Studium in Wolgograd eingetroffen. Der Staatsanwalt hatte laut RIA Nowosti drei Jahre Lagerhaft für den Studenten gefordert.

Die Schlacht von Stalingrad im Zweiten Weltkrieg war eine der schlimmsten der Geschichte. Am 2. Februar 1943 kapitulierte die 6. Armee unter der Führung von Generalfeldmarschall Friedrich Paulus. Es war die erste große deutsche Niederlage der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. (APA, 23.3.2013)

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