Rebellen in Zentralafrika nähern sich der Hauptstadt

23. März 2013, 11:08
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Streitkräfte konnten Vormarsch zunächst mit Hubschrauberangriffen stoppen

Bangui - Tausende Rebellen in der Zentralafrikanischen Republik rücken immer weiter auf die Hauptstadt Bangui vor. Sie werfen Präsident Francois Bozize vor, eine erst im Jänner getroffene Friedensvereinbarung nicht einzuhalten. Bereits am Freitag hätten rund 2000 Kämpfer einen Kontrollpunkt in Damara durchbrochen, der 75 Kilometer nördlich von Bangui liegt, sagte ein lokaler Journalist dem britischen Sender BBC.

Jedoch reagierten die Streitkräfte des Landes und griffen die Seleka-Rebellen per Helikopter aus der Luft an. Der Vormarsch sei damit zunächst gestoppt worden. Jedoch sei die Lage in der Hauptstadt gespannt. Geschäfte, Büros und Schulen wurden geschlossen.

Das französische Außenministerium rief alle Landesleute in dem Land auf, möglichst nicht mehr aus dem Haus zu gehen. Gleichzeitig forderte Frankreich alle Konfliktparteien zur Zurückhaltung und zum Schutz der Zivilbevölkerung auf. Je nach weiterer Entwicklung der Lage werde Paris angemessene Maßnahmen ergreifen, um seine Bürger im Land zu schützen.

Bereits im Dezember hatten die Seleka-Rebellen wichtige Städte eingenommen und waren auf dem Weg nach Bangui. Frankreich, die USA und die Zentralafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft schickten daraufhin Truppen in das Krisenland. Nach Friedensgesprächen hatten die Rebellen zunächst zugestimmt, dass Bozize bis 2016 im Amt bleibt. (APA, 23.3.2013)

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