Vor den Toren Trojas

Rezension22. März 2013, 17:00
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Ein spannendes Comic-Abenteuer für Kinder ab sieben Jahren, das aber nichts für zartbesaitete Buben und Mädchen ist

Es klingt wie ein unmögliches Unterfangen: der Kampf um Troja, erzählt für Kinder ab dem siebenten Lebensjahr. Yvan Pommaux hat genau das probiert - und ein spannendes Comic-Abenteuer entstehen lassen. Kinder, die sich auf "Troja" einlassen, werden sich in die Geschichte vergraben. "Schon bald wimmelte das Ägäische Meer von Schiffen. Sämtliche griechische Fürsten waren Agamemnons Aufruf gefolgt und segelten nun unter seiner Führung Richtung Troja", heißt es.

Im Buch erzählt ein Vater seinen zwei Söhnen die Geschichte von Achilles und Co. "Was mich wirklich beschäftigt, ist die Lesbarkeit, denn ich vergesse niemals, dass ich mich an Kinder wende, besonders an das Kind von sieben Jahren, das ich einmal war. Dieses Kind hatte Werte, Wünsche, die immer noch aktuell sind. Es nahm sich vor allem Zeit zu lesen", beschreibt der Autor seine Herangehensweise.

Die vielen Krieger, Frauen und Götter können allerdings schon für Verwirrung sorgen. Für die bildungshungrige Leserschaft gibt es jedenfalls am Schluss des Buches noch ein zweiseitiges kleingedrucktes Glossar. Teilweise geht es in dem Comic ganz schön blutig zu, etwa wenn "Agamemnon mit jedem Schritt Tod und Verderben sät". Oder wenn die Lanze des Achilles den Hals von Hektor durchbohrt. Für Zartbesaitete ist das Buch wohl weniger geeignet. (Peter Mayr, Album, DER STANDARD, 23./24.3.2013)

Yvan Pommaux
Troja
Moritz-Verlag 2013
80 Seiten, 20,60 Euro

  • In Yvan Pommaux' "Troja" erzählt ein Vater seinen zwei Söhnen die Geschichte von Achilles und Co.
    foto: moritz-verlag

    In Yvan Pommaux' "Troja" erzählt ein Vater seinen zwei Söhnen die Geschichte von Achilles und Co.

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