Valve schielt mit Linux-Games auf Android

25. März 2013, 09:31
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Portierung im Moment noch etwas zu kompliziert - Studio empfiehlt Nvidia-GPUs für Linux-Spieler

Neben der neuen revolutionären Technik zur Gesichtsanimation von Nvidia gab es auf der diesjährigen GPU Technology Conference auch neue Absichtserklärungen vom Spielehersteller Valve. Laut heise erklärte ein Entwickler des Studios, dass Linux als "Zwischenschritt auf dem Weg hin zum Mobile-Betriebssystem Android" gesehen wird. Es sei im Moment aber noch zu kompliziert, eine auf x86-CPUs laufende Direct3D-Engine auf Android zu portieren. Ist der Schritt auf Linux geschafft, so der Entwickler, wäre eine Portierung auf Android nur noch ein kleiner Schritt.

Gute Treiber, gute Performance

Bei der Portierung der Spiele kamen die Entwickler darauf, dass der Overhead der 3D-Schnittstelle größer sei als angenommen. Da sich die Hardware unter Linux besser ansprechen lasse, könne mit guten Treibern sogar eine bessere Performance erzielt werden, so Valve im Gespräch mit c't.

Um eine optimale Performance zu garantieren, müsste es aber noch deutlich bessere Treiber geben. Valve empfiehlt deshalb vorerst unter Linux auf Nvidia-Hardware zu setzen, auch wenn AMD mit seiner Treiber-Performance in den letzten Monaten gut aufgeholt hätte. Dennoch  fehle es AMD-Treibern nicht nur an besserer Performance: Es gebe zu viele Bugs, die zu Abstürzen führen.

Ubuntu

Für die Nutzung von Steam unter Linux empfiehlt Valve Ubuntu 12.04, da neuere Versionen Probleme mit Steams Vollbild-Modus bereiten. Weiters meint Valve, dass es zwar möglich sei, Steam-Spiele unter Linux auf AMD-Hardware zu spielen, allerdings müsse man viel Eigenarbeit investieren und gute Linux-Kenntnisse haben.

Die offene 3D-Schnittstelle OpenGL sei ein weiterer wichtiger Punkt für Valve, da sie neueste Grafik-Techniken unabhängig vom Betriebssystem erlaubt. Als Beispiel nennt Valve den chinesischen Markt, der zwar mit guten GPUs arbeitet, aber unter der großen Verbreitung von Windows XP leidet, das keine DirectX-10 und Direct-X11-Effekte erlaubt, was mit OpenGL wiederum kein Problem wäre. (red, derStandard.at, 25.3.2013)

Links:

heise

c't

Valve

  • Valve sieht Linux als "Zwischenschritt" zu Android
    foto: valve

    Valve sieht Linux als "Zwischenschritt" zu Android

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