Ifo-Index fiel im März überraschend

22. März 2013, 10:32
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Die Stimmung trübte sich ein, die deutschen Manager bewerten die Aussichten für die kommenden sechs Monate schlechter

Berlin - Die Stimmung in den Chefetagen der deutschen Wirtschaft hat sich im März überraschend eingetrübt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex fiel um 0,7 auf 106,7 Punkte, teilte das Münchner Ifo-Institut heute, Freitag, mit. Damit endete eine Serie von vier Anstiegen in Folge. Von Reuters befragte Ökonomen hatten erwartet, dass das Barometer auf 107,6 Zähler zulegen würde. Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn sieht trotzdem keinen Grund für Pessimismus: "Die deutsche Wirtschaft behauptet sich mit einer guten Binnenkonjunktur in schwierigem Umfeld".

Manager bewerten Aussichten schlechter

Die 7.000 befragten Manager bewerteten die Aussichten für die kommenden sechs Monate schlechter: Das Barometer fiel um 1,0 auf 103,6 Punkte, während Ökonomen mit einem Anstieg auf 104,9 Punkten gerechnet hatten. Die Lage wurde ebenfalls schlechter bewertet. Dieser Index gab um 0,3 auf 109,9 Zähler nach, womit die Analystenprognose von 110,4 Zählern verfehlt wurde.

Die deutsche Wirtschaft war überraschend schlecht ins Jahr gestartet. Die Industrieaufträge fielen im Jänner überraschend um 1,5 Prozent, weil vor allem aus den kriselnden Euro-Staaten weniger Bestellungen kamen. Die Unternehmen drosselten deshalb ihre Produktion um 0,2 Prozent. Auch das Wahlchaos in Italien und die ungelöste Zypern-Krise dürften die Stimmung belasten. Die Bundesbank erwartet trotzdem ein Anziehen der Konjunktur. "Der zögerliche Start in das Jahr 2013 stellt nicht die Perspektive einer konjunkturellen Belebung der Wirtschaftstätigkeit infrage", schrieb sie in ihrem aktuellen Monatsbericht. (APA, 22.3.2013)

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