Euro kratzt an 1,30-Dollar-Marke

22. März 2013, 17:06
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Einigung mit Troika könnte in den nächsten Stunden getroffen werden

Wien - Der Euro hat sich heute, am Freitag, im späten Handel gegenüber dem US-Dollar mit festerer Tendenz präsentiert. Gegen 17 Uhr notierte der Euro bei 1,2998 Dollar und damit höher zum heutigen Richtkurs der Europäischen Zentralbank (EZB) von 1,2948. Zeitweilig war der Euro über die Marke von 1,30 Dollar gestiegen.

Die Anleger rechnen offenbar mehrheitlich damit, dass sich über das Wochenende eine Lösung der Zypern-Krise abzeichnen dürfte, kommentierte ein Händler. Das Geschäft sei aber volatil und äußerst illiquide, hieß es weiter. Zuletzt hatte eine Aussage des stellvertretenden Vorsitzenden der Regierungspartei, Averof Neofytou, für Aufmerksamkeit gesorgt. Dieser erwartet eine Einigung mit der Troika aus Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds noch in den nächsten Stunden. Er hoffe auf eine Verabschiedung im Parlament noch diese Nacht.

Wie eine Lösung tatsächlich aussehen könnte, bleibt aber bis auf Weiteres eine offene Frage. Der sogenannte "Plan B" der zypriotischen Regierung dürfte jedenfalls nicht aufgehen. Die deutsche Bundesregierung lehnte am Freitag eine Verpfändung zypriotischer Rentenansprüche ab. "Das können wir auf keinen Fall akzeptieren", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Das Londoner Nachmittags-Fixing für den Goldpreis wurde mit 1.607,75 Dollar/Feinunze ermittelt. Das Vormittags-Fixing lag heute bei 1.611,50 Dollar. Am Vortag wurde ein Nachmittags-Fixing von 1.613,75 Dollar festgestellt. (APA, 22.3.2013)

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