Italienische Marinesoldaten müssen nach Indien zurück

22. März 2013, 07:39
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Den beiden Soldaten wird vorgeworfen, zwei Fischer getötet zu haben

Rom/Neu-Delhi - Die beiden italienischen Marinesoldaten Massimiliano Latorre und Salvatore Girone, die sich der indischen Justiz entzogen hatten, werden nach Indien zurückgeschickt. Dies beschloss die Regierung Monti nachdem das Kabinett von der indischen Regierung eine schriftliche Garantie erhalten habe, dass den beiden Soldaten in Indien nicht die Todesstrafe drohe.

"Wir hatten die Rückkehr der Soldaten suspendiert, um von New Delhi einige Konditionen zu erhalten, die wir jetzt bekommen haben", kommentierte der italienische Staatssekretär im Außenminister, Steffan De Mistura, am Donnerstagabend. Die beiden Soldaten flogen am Donnerstagabend nach Indien in Begleitung De Misturas zurück. Sie werden in der italienischen Botschaft in New Delhi wohnen und Bewegungsfreiheit haben, erklärte der Staatssekretär. Die indische Regierung begrüßte den Beschluss.

Mordverdacht

Den Italienern wird vorgeworfen, im Februar vergangenen Jahres zwei Fischer vor der Küste von Kerala im Südwesten des Landes getötet zu haben. Rom argumentierte, der Vorfall habe sich in internationalen Gewässern ereignet, und hält deshalb die indische Justiz für nicht zuständig. Den Soldaten war im Februar erlaubt worden, zur Teilnahme an den Parlamentswahlen für einen Monat in ihre Heimat zurückzukehren. Später teilte die italienische Regierung mit, dass die Soldaten nicht nach Indien zurückkehren würden. Dies führte zu empörten Reaktionen in Indien, wo die Männer vor Gericht gestellt werden sollen.

Der Oberste Gerichtshof hatte den italienischen Botschafter bereits aufgefordert, das Land nicht zu verlassen. Ein Vertreter des indischen Außenministeriums erklärte zunächst, der Diplomat genieße "diplomatische Immunität gemäß der Wiener Konvention". Später erklärte das Ministerium allerdings auch, der Botschafter habe durch seine unter Eid gegebene Garantie für die Rückkehr der Soldaten seine Immunität aufgegeben. (APA, 22.3.2013)

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