Jesuitenpater zieht nun doch Vorwürfe gegen Papst zurück

21. März 2013, 21:35
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Ferenc Jalic beschuldigte Franziskus, ihn an die argentinische Militärjunta ausgeliefert zu haben

Budapest/Vatikanstadt - Obwohl er erst kürzlich noch den neuen Papst belastete, hat ein ungarischstämmiger Jesuitenpater nun wieder dementiert, von Jorge Mario Bergoglio in den 70er Jahren an die argentinische Militärjunta ausgeliefert worden zu sein. Es würde nicht der Wahrheit entsprechen, dass Bergoglio, damals Provinzial der argentinischen Jesuiten, seine Verhaftung veranlasst habe, betonte Jalic am Donnerstag. Laut Medienberichten hatte der 85-Jährige aber zuvor nicht nur im Familienkreis die Vermutung geäußert, der neue Papst Franziskus habe ihn und einen anderen Jesuiten damals an die Junta ausgeliefert.

Diesen Verdacht hatte Jalics auch in einer schriftlichen Stellungnahme nicht zurückgenommen, sondern lediglich erklärt, er könne "keine Stellung zur Rolle von P. Bergoglio in diesen Vorgängen nehmen". Auch das Internetportal "Origo" erinnerte daran, dass der heute in Deutschland lebende Pater noch vergangene Woche erklärt hatte, er könne keine Stellungnahme hinsichtlich der Rolle des neue Papstes bei seiner Verhaftung abgeben.

Es sei wegen einer mit den Guerillas in Kontakt stehenden Bekannten verhaftet worden, erklärte Jalics, der 1957 nach Argentinien ging, am Donnerstag. Dort erhielt er Anfang der 60er Jahre einen Lehrauftrag für Theologie an der Hochschule San Miguel, an der auch Papst Franziskus, damals noch Jorge Mario Bergoglio, Philosophie und Theologie studierte. (APA, 21.3.2013)

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