Italienische Soldaten für Prozess nach Indien zurückgekehrt

22. März 2013, 16:03
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Indiens Außenminister sicherte Italien zu, dass sie nicht die Todesstrafe fürchten müssten

Neu-Delhi/Rom - Die beiden in Indien wegen Mordes angeklagten italienischen Marinesoldaten sind am Freitag nach Neu Delhi zurückgekehrt. Der Nachrichtensender NDTV berichtete, die Männer sollten zunächst zu einer Polizeistation und danach zur italienischen Botschaft gebracht werden. Indiens Außenminister Salman Khurshid sicherte Italien zu, dass sie nicht die Todesstrafe fürchten müssten.

Die Soldaten hatten im vergangenen Jahr vor der indischen Küste einen Öltanker bewacht und dabei zwei Fischer erschossen, die sie nach eigenen Angaben für Piraten hielten. Sie reisten für die Parlamentswahl in Italien nach Hause und blieben dann mit der Unterstützung Roms dort. Nun kehrten sie am letzten Tag des vom Gericht genehmigten vierwöchigen Urlaubs doch noch zurück. Werden sie in Indien verurteilt, droht ihnen lebenslange Haft.

Der Fall hatte in den vergangenen Wochen zu einem schweren diplomatischen Streit zwischen den beiden Ländern geführt. Der italienische Botschafter hatte die Rückkehr der beiden Soldaten versprochen. Ein indisches Gericht hatte daraufhin ein Ausreiseverbot für ihn verhängt und die Immunität des Diplomaten infrage gestellt. Italien hält Indien in dem Fall für nicht zuständig, weil die Schüsse in internationalen Gewässern fielen. (APA. 22.3.2013)

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    Salvatore Girone (rechts im Bild) und Massimiliano Latorre vor dem Büro des Staatsanwaltes in Rom.

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