Lenzing prüft Offerte für seine Plastik-Sparte

21. März 2013, 20:59
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Lenzing - Neuigkeiten gibt es bezüglich der Erwägungen des oberösterreichischen Faserherstellers Lenzing, seine Plastik-Sparte Lenzing Plastics zu verkaufen. Die Lenzing Gruppe prüfe "im Zuge der weiteren Fokussierung auf das Kerngeschäft Man-made Cellulosefasern" einen möglichen Verkauf der Business Unit Plastics und der entsprechende Prozess sei mit Einlangen mehrerer bindender Offerte von Kaufinteressenten am Donnerstag nunmehr in ein konkretes Stadium gelangt, hieß es am Abend in einer Ad-hoc-Mitteilung.

Lenzing werde die Offerte einer ausführlichen Prüfung unterziehen und "bei entsprechender Qualität über eine neue Eigentümerstruktur der Business Unit Plastics entscheiden".

Sonnensegel

Ende Jänner hatte Lenzing-Boss Peter Untersberger Gerüchte zurückgewiesen, dass es sich um einen Notverkauf handeln soll. "Lenzing Plastics ist ein tolles Unternehmen mit 350 motivierten Mitarbeitern. Wir sind aber zur Ansicht gekommen, dass es wahrscheinlich strategische Investoren gibt, die noch mehr daraus machen können", so Untersperger damals. "Daher evaluieren wir einen Verkauf. Entschieden ist aber noch nichts."

Die Plastik-Tochter des Konzerns erzeugt Folien und Verbundstoffe sowie Teflonfasern, die unter anderem für den Sonnenschutz (etwa Sonnensegel) verwendet werden können. Auch das rote Band der Manner-Schnitten-Packung ist ein Lenzing-Produkt. Im Geschäftsjahr 2012 wurde von der Plastik-Sparte ein Umsatz von 109,4 Mio. Euro bei einem Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen (EBITDA) von 11,2 Mio. Euro erwirtschaftet. (APA, 21.3.2013)

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