Spitalsreform in der Steiermark: Privatisierung abgesagt

21. März 2013, 17:14
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Widerstand von Belegschaft des LKH-West gegen Übernahme der Barmherzigen Brüder zu groß

Graz - Die steirische Gesundheitslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder (ÖVP) muss ihr wichtigstes Spitalsreform-Projekt ad acta legen - und die geplante Privatisierung des LKH West in Graz absagen. Der Widerstand vor allem vonseiten der LKH-Belegschaft gegen eine Übernahme des öffentlichen Spitals durch die Barmherzigen Brüder ist einfach zu groß geworden. Zuletzt hatte sich selbst ÖVP-Chef und Vize-Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer von Edlingers Privatisierungsvorhaben abgewandt."Die vielen Gespräche der letzten Monate haben gezeigt, dass eine gelungene Reform nur mit einer hohen Akzeptanz der unterschiedlichen Betreiber funktionieren kann", rechtfertigte Edlinger-Ploder nun den Schlussstrich unter ihr Reformstück. Allein die rechtlichen Probleme einer Übernahme des LKH-Personals hätten jahrelange Rechtsstreitigkeiten nach sich gezogen und die Versorgung gefährdet.

Nun muss Edlinger Ersatz für jene rund 26 Millionen Euro finden, die durch die Privatisierung letztlich lukriert hätten werden sollen. Die Summe war als zentraler Beitrag des Spitalsressort für das Sparbudget vorgesehen. (mue, DER STANDARD, 22.3.3013)

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