Chile baut Weinproduktion stark aus

21. März 2013, 17:05
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Länder wie Chile, China oder die USA setzen weiterhin auf den Rebensaft. Österreich und Frankreich verlieren

Paris - Die Weinherstellung ist im vergangenen Jahr weltweit um fünf Prozent auf 250,9 Mio. Hektoliter zurückgegangen. Des einen Freud, des anderen Leid: Internationaler Gewinner ist Chile, das seine Produktion um 20 Prozent auf nunmehr 12,6 Mio. Hektoliter steigern konnte. Österreich hat mit gut zwei Millionen Hektoliter ein wenig verloren, liegt aber weiter unter den 15 größten Anbauländern der Welt. Größter Verlierer in Europa mit einem Minus von 17 Prozent ist Frankreich. Das gab die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) am Donnerstag in Paris bekannt.

Mit 42,2 Mio. Hektolitern kann aber seinen Platz als wichtigstes Weinanbauland knapp vor Italien (40,1) verteidigen. Für Deutschland berechneten die Experten dagegen einen Zuwachs von vier Prozent auf 9,5 Mio. Hektoliter.

Sorge um Preisbildung

Obwohl Länder wie Chile, China oder die USA aufholten, produzierten Frankreich, Italien und Spanien zusammen immer noch etwa die Hälfte der weltweiten Weinmenge. OIV-Generaldirektor Federico Castellucci sprach dennoch von einem "schwierigen Jahr" besonders für Europa. Sorgen bereitet ihm der Rückgang der Anbaufläche in der EU. Von 2009 bis 2011 seien 269.000 Hektar für den Weinbau verloren gegangen, die dreifache Größe der Anbaugebiete in Deutschland. "Zu wenig Fläche lässt die Preise steigen und schwächt Europa im Konkurrenzkampf um bestimmte Märkte", warnte Castellucci. (APA/red, derStandard.at, 21.3.2013)

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    In Chile wird vor allem Rotwein angebaut.

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