Wien steigt zu den reichsten Regionen auf

21. März 2013, 12:03
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Einen Platz gutgemacht: Wien ist in der Statistik der reichsten Regionen Europas wieder unter die Top Ten gerutscht

Wien - Mit einem regionalen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von 165 Prozent des EU-Durchschnitts lag Wien im Jahr 2010 laut einer am Donnerstag veröffentlichten Statistik von Eurostat auf dem zehnten Rang der wirtschaftsstärksten Regionen Europas. Spitzenreiter ist die Innenstadt von London (328 Prozent), am Ende der Skala rangiert als "Armenhaus" Europas die bulgarische Region Severozapaden (26 Prozent).

Auch Salzburg gehört mit einer Wirtschaftsleistung von 146 Prozent des europäischen Durchschnitts zu den reichsten Regionen Europas, das Bundesland liegt in der Statistik auf Platz 20. Hinter London rangieren Luxemburg, Brüssel und Hamburg als wohlhabendste Regionen in der Europäischen Union. Auch Bratislava und Prag liegen mit einem Durchschnitt von 176 bzw. 172 Prozent vor Wien. 2009 lag Wien auf dem elften Platz in der EU-Statistik und 2008 auf Rang zehn.

Von den 41 Regionen, in denen 2010 das BIP pro Kopf die 125-Prozent-Grenze überschritt, lagen acht in Deutschland und jeweils fünf in den Niederlanden und Österreich.

Burgenland bleibt ärmste Region Österreichs

In Österreich waren dies neben Wien und Salzburg auch Vorarlberg (135 Prozent), Tirol (132 Prozent) und Oberösterreich (126 Prozent), während das Burgenland mit 87 Prozent des europäischen BIP-Durchschnitts weiter die ärmste Region des Landes blieb. In ganz Österreich lag das Niveau der Wirtschaftsleistung bei 127 Prozent des EU-Schnitts. Eurostat weist allerdings darauf hin, dass das regionale BIP durch Pendlerströme verzerrt werden kann.

Von den zehn ärmsten EU-Regionen befanden sich neun in Bulgarien und Rumänien. Von den 68 Regionen unterhalb der 75-Prozent-Grenze lagen fünfzehn in Polen, jeweils sieben in Tschechien, Griechenland und Rumänien, und sechs in Ungarn. (APA, 21.3.2013)

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