Deutsche Telekom: Behörden machen Weg für US-Fusion frei

21. März 2013, 11:23
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Letzte erforderliche Genehmigung erhalten

Die US-Behörden haben der Deutschen Telekom grünes Licht für die Fusion ihrer US-Tochter mit MetroPCS gegeben. Sie habe die letzte erforderliche Genehmigung der US-Behörden erhalten, teilte die Telekom am Donnerstag mit. Nach Zustimmung der Kommunikationsaufsicht FCC und des US-Justizministeriums habe am Donnerstag auch der Ausschuss der US-Regierung für Investitionen von Ausländern in den USA (CFIUS) als zuständige Sicherheitsbehörde seine Zustimmung erklärt. Vor zwei Wochen hatte bereits das US-Kartellamt das Vorhaben genehmigt. Nun steht die Fusion vor der letzten Hürde: Die Aktionäre von MetroPCS müssen noch "Ja" zu der Firmenhochzeit sagen. Die außerordentliche Hauptversammlung ist für den 12. April geplant.

Ranking

MetroPCS ist die fünftgrößte Mobilfunkfirma der USA, die Telekom-Tochter rangiert auf Platz vier. Zusammen kämen die beiden Anbieter auf etwa 42 Mio. Handy-Kunden. Die Telekom soll drei Viertel der Anteile an dem neuen Unternehmen halten. Die bisherigen MetroPCS-Aktionäre bekommen den Rest sowie 1,5 Mrd. Dollar (1,16 Mrd. Euro) in bar.

Im vergangenen Jahr hatten die amerikanischen Wettbewerbshüter der Tochter des Bonner Konzerns noch die Genehmigung für einen Verkauf von T-Mobile USA für 39 Mrd. Dollar an den Telekomriesen AT&T verweigert.

Widerstand

Auch die jetzt geplante Fusion ist umstritten: Zuletzt regte sich bei mehreren Anteilseignern Widerstand gegen das Zusammengehen. So kündigte der größte Aktionär von MetroPCS, die Investmentfirma Paulson & Co, an, sich gegen das Vorhaben auszusprechen. Die derzeitigen Bedingungen für MetroPCS seien nachteilig, hieß es. (APA, 21.03.13)

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