Wirbel um geplanten Golfplatz in Klosterneuburg

21. März 2013, 12:42
1 Posting

Ortschef: Umwidmungen ohne Konnex zu Golfplatzplan

Klosterneuburg/Wien – Projektgegner und die Stadtgemeinde Klosterneuburg warten derzeit auf die Ergebnisse der Strategischen Umweltprüfung (SUP) zu den Plänen für einen Golfplatz in Klosterneuburg. Ursprünglich hätten diese Mitte März vorliegen sollen.

Für die Bürgerinitiative gegen den Golfplatz ist umso verdächtiger, dass die Umwidmung des AUVA-Areals, auf dem die Freizeitanlage entstehen soll, diese Woche im Bau-Ausschuss Thema sein soll. "Weil sich die SUP verzögert, will man zumindest die Umwidmung jetzt schnell durchziehen", meint BI-Sprecherin Christiane Rille-Pfeiffer.

Die Stadt-Grünen sehen darin einen "schmutzigen Deal" zwischen AUVA und Bürgermeister. Der Zeitpunkt sei aus strategischen Gründen knapp nach der Landtagswahl und möglichst weit weg von der Gemeinderatswahl in zwei Jahren gewählt, meint Grünen-Gemeinderat Sepp Wimmer.

Bürgermeister Stefan Schmuckenschlager (VP) entgegnet, Umwidmungspläne kämen immer um diese Zeit des Jahres auf den Tisch, das sei der übliche Ablauf wegen der Raumordnungsauflage.

1,7 Hektar werden Grünland

Die 1,7 Hektar Sonderbauland der AUVA beim Reha-Zentrum Weißer Hof sollen in Grünland/Forst gewidmet werden. Für den dort geplanten Golfplatz bräuchte es dann eine Grünland/Sport-Fläche. "Das dann zu ändern, ist ein Klacks", meint Rille-Pfeiffer. Schmuckenschlager zufolge hat das aber nichts mit dem Golfplatzplan nichts zu tun.

Die Umwidmung in Grünland müsse erfolgen, da auch 7000 Quadratmeter Grünland im Stadtteil Kierling in Bauland gewidmet werden sollen. Auch dabei handelt es sich um AUVA-Grund. Diese Umwidmung erfolge, damit der Gemeinde dort die Errichtung eines Radwegs und eines Hochwasser-Notbeckens für den Kierlingbach möglich werde.

Aufregung besteht auch um die Pläne, 4000 Quadratmeter der Parkanlage Brunnenpark im Stadtteil Weidling zu Sonderbauland umzuwidmen. Dort soll ein Feuerwehrhaus errichtet werden. (Gudrun Springer, DER STANDARD, 21.3.2013)

Share if you care.