WAZ will weitere 200 Stellen streichen

20. März 2013, 18:12
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Laut deutschen Medienberichten steht Personalabbau in Nordrhein-Westfalen bevor

Berlin - Die WAZ Zeitungsgruppe baut im Redaktions- und Verwaltungsbereich im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen rund 200 Stellen ab. Dies teilte das Unternehmen am Mittwoch in Essen mit. Die Geschäftsleitung habe am Mittwoch die Betriebsräte darüber informiert, dass man sich zu dem Abbau gezwungen sehe, hieß es. Von Entlassungen sei nicht die Rede. "Diese Entscheidung ist uns mehr als schwer gefallen, und wir versichern, dass wir so sozialverträglich wie nur möglich handeln werden", erklärte eine Unternehmenssprecherin auf dpa-Anfrage.

Als Grund für den Stellenabbau gab sie an: "Der signifikant einbrechende Anzeigenmarkt und die erodierenden Auflagenzahlen im Tageszeitungsbereich führen auch bei unserer Mediengruppe zu deutlichen Umsatzrückgängen." Weitere Angaben machte die Zeitungsgruppe nicht. Zuvor hatte der Branchendienst newsroom.de über den geplanten Abbau berichtet.

Erst Mitte Jänner hatte die WAZ Mediengruppe mitgeteilt, dass sie die Redaktion der defizitären "Westfälischen Rundschau" mit 120 Stellen schließt. Der Titel blieb erhalten. Den Mantel der WR liefert seit Anfang Februar die Zentralredaktion der WAZ-Gruppe, lokale Inhalte kommen seit Februar von der WAZ-eigenen "Westfalenpost" sowie von anderen Verlagen der Region.

Der WAZ Mediengruppe mit mehr als 10.000 Mitarbeitern gehören nach eigenen Angaben vom Jänner mehr als 30 Tages- und Wochenzeitungen, über 170 Publikums- und Fachzeitschriften, rund 100 Anzeigenblätter und fast 400 Kundenzeitschriften. In Deutschland gibt das Unternehmen Tageszeitungen in Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Niedersachsen heraus. Die Mediengruppe hält außerdem Mehrheitsbeteiligungen an lokalen Radiosendern in NRW. Im Magazinbereich gehört zu der WAZ-Gruppe der Münchener Gong Verlag ("Gong", "TV direkt"), die WAZ-Women Group ("Neue Welt", "Frau im Spiegel") sowie zahlreiche Tier-, Rätsel- und Fachzeitschriften. Das Unternehmen ist auch in Österreich sowie in Südost- und Osteuropa aktiv. (APA, 21.3.2013)

 

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