Kärntner Hypo: Keine "Bad Bank" bei Kroatien-Tochter

20. März 2013, 17:33
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Umschichtung erfolgte innerhalb des Konzerns - Wert des Portfolios "mittlerer dreistelliger Millionenbetrag

Klagenfurt/Zagreb - Die Kroatien-Tochter der Kärntner Hypo Alpe Adria Bank hat einen Teil des Kreditportfolios sowie faule Kredite aus der Bilanz ausgelagert. Dass es sich dabei um eine Art "Bad Bank" handle, wie es kroatische Medien genannt hatten, stimme jedoch nicht, sagte Hypo-Sprecher Nikola Donig, denn die Gesellschaft befinde sich unter dem Dach der Bank. Der Wert des transferierten Portfolio sei ein "mittlerer dreistelliger Millionenbetrag", fügte er hinzu.

Übertragung des Portfolios

Bereits im Vorjahr hatte die kroatische Notenbank (HNB) für die Übertragung des Portfolios auf die neue Gesellschaft grünes Licht gegeben. In einer Statistik hatte die HNB darauf hingewiesen, dass die Hypo 5,6 Milliarden Kuna (737,86 Millionen Euro) ihrer Kredite auf eine eigene Gesellschaft übertragen habe, während der "Einfluss auf das Eigentum", sprich die Wertberichtigungen, 3,7 Milliarden Kuna betragen habe, berichtete die Zeitung "Jutarnji list".

Die Hypo Kroatien hatte im Vorjahr den Gewinn von 54,9 Millionen Kuna (2011) auf 326,5 Millionen Kuna gesteigert, was auf die Übertragung der Altlasten in die hauseigene HETA Asset Resolution zurückzuführen ist. Umgeschichtet wurden demnach der Leasing-Bereich und Problemkredite "aus den Jahren raschen Wachstums mit hohem Risiko" sowie Beteiligungen an Luxushotels an der Adria, so Donig. Insgesamt beträgt das Portfolio der gesamten Gruppe zwölf Milliarden Euro. (APA, 20.3.2013)

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