Kein Grund zur Sorge für Zypern-Urlauber

20. März 2013, 16:54
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Außenministerium und Reiseveranstalter geben Entwarnung für den Urlaub in Zypern - Bargeldbehebung ist möglich, Tourismus von Krise nicht betroffen

Zypern steckt tief in einer Bankenkrise, und der eine oder andere Urlauber vor Ort sowie Personen, die bereits eine Reise gebucht haben, mögen sich fragen, wie sehr sie von den Ereignissen betroffen sind.

Laut Josef Peterleithner von Tui Austria sind "Reisende in keiner Weise betroffen". Pauschalreisende haben in der Regel ihre Reisekosten bereits im Reisebüro bezahlt. Auch das österreichische Außenministerium bestätigt, dass Touristen sich derzeit keine Sorgen machen müssten. Laut Auskunft haben Botschaftsmitarbeiter selbst versucht, Geld am Bankomaten zu beheben, und waren erfolgreich. "Bargeldabhebungen bei Bankomaten sind möglich, allerdings aktuell nur 200 statt 400 Euro pro Tag", bestätigt Peterleithner.

Auch Zahlungen per Bankomat- oder Kreditkarte funktionieren einwandfrei. Das Außenministerium empfiehlt jedoch, eventuell etwas mehr Bargeld mitzunehmen. "Die Banken haben geschlossen, und das kann noch bis nächste Woche dauern", lautet die Auskunft des Ministeriums. Wer bei einem Reiseveranstalter gebucht hat, kann Zahlungen für Ausflüge oder Mietautos laut Peterleithner bei der Reiseleitung vor Ort abwickeln.

Laut Ruefa-Vertriebsleiter Walter Krahl von Ruefa ist derzeit das Interessen an Zypern als Badedestination bedingt durch die Jahreszeit noch eher gering. Die Nachfrage nach Kultur- und Studienreisen sei jedoch sehr hoch und alle Reisen ab März ausgebucht. Sämtliche Reisen würden auch wie geplant statt finden.

Kein Anlass für Stornierungen

Wer trotzdem Hilfe braucht, kann sich in jedem Fall an die österreichische Botschaft wenden. Im Fall eines Pauschalurlaubes ist die Reiseleitung des Veranstalters der richtige Ansprechpartner.

Für eine Stornierung von Zypern-Reisen sieht Peterleithner keine Veranlassung. "Bisher gab es weder Anfragen von verunsicherten Kunden noch Stornierungen oder Umbuchungen", so der Tui-Chef. Auch im Außenministerium sind noch keine Anfragen von Zypern-Urlaubern eingetroffen.

Laut Außenministerium kommt es zwar derzeit zu Demonstrationen, allerdings seien Touristen in der Regel davon nicht betroffen.

"Grundsätzlich ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Zypern. Aktuell hat die Bankenkrise keine Auswirkungen auf den Tourismus, auch nicht auf das aktuelle Buchungsverhalten. Die Nachfrage nach Zypern liegt gäste- und umsatzmäßig über dem Vorjahr", sagt Peterleithner.

Allgemein rät er dazu, beim Veranstalter zu buchen, da es hier ein funktionierendes Krisenmanagement im Falle von Naturkatastrophen, politischen Unruhen oder Streiks gibt. Die Österreicher hätten gelernt, mit Krisen umzugehen. Den Beweis dafür sieht Peterleithner darin, dass das Thema Zypern bisher zwar ein "Medien-, aber kein Kundeninteresse" darstelle. Auch Ruefa-Vertriebsleiter Krahl bestätigt, dass Reisende generell gelassen mit solchen Situationen umgehen würden und führt das auf die Erfahrungen mit Spanien und Griechenland zurück (red, derStandard.at, 20.3.2013)

Informationen

Österreichische Botschaft in Zypern
Dimosthenous Severi Avenue 34, 1. Stock, Büro 101, 1080 Nikosia
Postanschrift: P.O.B. 23961, 1687 Nikosia
Telefon: (+357) 22 41 01 51 (Amt)
E-Mail: nicosia-ob@bmeia.gv.at

TUI Österreich

Ruefa

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    Touristen müssen sich in Zypern derzeit keine Sorgen machen.

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