Amurleoparden: Hoher Zuwachs auf niedrigstem Niveau

20. März 2013, 17:10
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Bestand in Russland um das Eineinhalbfache zugenommen - und doch immer noch im zweistelligen Bereich

Moskau - Die Prozentwerte lesen sich überaus erfreulich, auch wenn die Freude durch die absoluten Zahlen etwas relativiert wird: Nach einer großflächigen Zählung im äußersten Osten Russlands haben die Bestandszahlen des Amurleoparden laut WWF innerhalb von nur fünf Jahren um fast das Eineinhalbfache zugenommen. Damit bewegen sie sich aber immer noch im zweistelligen Bereich: 48 bis 50 Leoparden sind es, darunter bis zu fünf Jungtiere.

Der Amurleopard (Panthera pardus orientalis) ist durch sein besonders dichtes Fell gekennzeichnet und zählt zu den seltensten Säugetieren weltweit. Beim letzten flächendeckenden Zensus in der Region nahe Wladiwostok waren nur zwischen 27 und 34 Tiere identifiziert worden. In China, wo er früher ebenfalls vertreten war, gilt der Amurleopard mittlerweile als ausgestorben.

Nun besteht Hoffnung, dass den russischen Populationen dieses Schicksal erspart bleibt. "Die neuen Bestandszahlen zeigen, dass die intensiven Schutzbemühungen nicht umsonst waren. Der Amurleopard entfernt sich einen kleinen Schritt weg vom Abgrund der Ausrottung", sagte WWF-Experte Volker Homes. (APA/red, derStandard.at, 20. 3. 2013)

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    Amurleoparden sieht man nicht in vielen Zoos - und doch gibt es in Tiergärten weltweit etwa dreimal soviele Exemplare wie in freier Wildbahn, wo diese Subspezies beinahe ausgestorben ist.

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