IOC ordnet Nachtests der Doping-Proben von Turin an

20. März 2013, 16:23
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Mit verbesserten Technologien sollen Schummler erwischt werden - Lebenslang gesperrte ÖSV-Athleten konnten nicht überführt werden

Lausanne - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat zum zweiten Mal Nachtests der Doping-Proben der Winterspiele 2006 in Turin angeordnet. 2010 waren die eingefrorenen Proben gezielt noch einmal auf das Blutdopingmittel CERA und Insulin untersucht worden.

"Die Wissenschaft entwickelt sich weiter. Je länger wir warten, desto besser wird die Möglichkeit, moderne Technologien einzusetzen", sagte Arne Ljungqvist, Vorsitzender der Medizinischen Kommission des IOC, am Mittwoch in Lausanne.

Bei den Olympischen Winterspielen in Turin war nur die russische Biathletin Olga Pylewa positiv getestet worden. Ihr wurde die Silbermedaille nachträglich aberkannt. Das Großereignis wurde aber von der Blutdoping-Affäre um österreichische Skilangläufer und Biathleten überschattet. Keiner der ÖSV-Athleten konnte damals jedoch bei Doping-Tests überführt werden.

Das IOC-Exekutivkomitee schloss dennoch die sechs österreichischen Athleten Wolfgang Rottmann, Wolfgang Perner, Martin Tauber, Jürgen Pinter, Johannes Eder und Roland Diethart lebenslänglich von der Teilnahme an Olympischen Spielen aus. Dietharts Sperre wurde dann jedoch vom Obersten Sportgericht (CAS) bis 2010 reduziert. (APA, 20.3.2013)

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