US-Börsen schließen mit Gewinnen

20. März 2013, 21:28
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Zypern im Blick - Finanzpolitik der Fed mit Spannung erwartet - Adobe und BlackBerry gefragt

New York - Die New Yorker Aktienbörsen haben am Mittwoch mit einheitlich höheren Kursen geschlossen. Der Dow Jones gewann bis Handelsschluss 55,91 Zähler oder 0,39 Prozent auf 14.511,73 Einheiten dazu. Der S&P-500 Index verteuerte sich um 10,37 Punkte oder 0,67 Prozent auf 1.558,71 Zähler. Der Nasdaq Composite Index stieg um 25,09 Zähler oder 0,78 Prozent auf 3.254,19 Einheiten.

Keine Überraschungen gab es seitens der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die wie erwartet an ihrer lockeren Geldpolitik festhält. Der Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) bestätigte den rekordniedrigen Leitzins von null bis 0,25 Prozent ebenso wie das fortgesetzte Kaufprogramm von Staats- und Immobilienanleihen (QE3), das im Dezember auf eine monatliche Summe von 85 Mrd. Dollar angehoben worden war.

Fed-Chef Ben Bernanke betonte bei der Pressekonferenz im Anschluss an die zweitägige FOMC-Sitzung, dass die lockere Geldpolitik ob der hohen US-Arbeitslosenrate und dem moderaten Wirtschaftswachstum von der Mehrheit der Ausschussmitglieder als weiterhin notwendig angesehen werde. Man sei sich der Risiken infolge der Geldschwemme, zum Beispiel jenes einer hohen Inflation oder der Bildung von spekulativen Blasen an den Finanzmärkten, bewusst. Das Inflationsziel von zwei Prozent sei angemessen, führte Bernanke weiter aus.

Aufwärtsimpuls durch lockere Geldpolitik

Die Fortführung der lockeren Geldpolitik galt bereits im Voraus als gewiss und gab den US-Börsen nur kurzfristig einen Aufwärtsimpuls. Dennoch zeigten sich zahlreiche Finanztitel an den New Yorker Börsen freundlich: So stiegen Bank of America im Dow Jones um 0,55 Prozent auf 12,78 Dollar, an der NYSE verteuerten sich unter anderem Blackrock (plus 2,18 Prozent), Morgan Stanley (plus 1,56 Prozent), Goldman Sachs (plus 0,87 Prozent) und Citigroup (plus 0,66 Prozent).

Eine Flaute im Luftfracht-Geschäft hat dem US-Paketdienst FedEx einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der Überschuss fiel im dritten Geschäftsquartal um 31 Prozent, wie der Rivale der Deutschen Post heute mitteilte. Zudem wurde die Jahresprognose reduziert, die FedEx-Aktie ging um 6,89 Prozent tiefer bei 99,13 Dollar aus dem Handel.

Adobe konnten sich hingegen im technologielastigen Nasdaq-Index um 4,20 Prozent auf 42,60 Dollar verbessern. Der Hersteller populärer Computer-Programme wie Photoshop und Acrobat Reader erhöhte wegen seines erfolgreichen neuen Vertriebssystems seine Prognose für den Gewinn in diesem Jahr. Schon im ersten Geschäftsquartal lag der Profit über den Prognosen, obwohl er um 65 Prozent auf 65,1 Mio. Dollar fiel.

Blackberry-Anteilsscheine zeigten sich mit plus 6,45 Prozent auf 16,00 Dollar ebenso stark gefragt. Die Analysten von Morgan Stanley hatten zuvor das Votum für die Aktien des Handyherstellers von "Underweight" auf "Overweight" erhöht hatte. Das BlackBerry-10-Gerät könne Margen und Verkäufe erhöhen, so ein Analyst. (APA, 20.3.2013)

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