Hype um David-Bowie-Ausstellung

20. März 2013, 15:31
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Victoria and Albert Museum erlebt Ansturm - Napalm Death-Gastauftritt kurzfristig abgesagt

London - Bereits Tage vor ihrer Eröffnung am 23. März entfacht eine Ausstellung über Popikone David Bowie  im Londoner Victoria and Albert Museum in London einen Hype. Mehr als 50.000 Karten für "David Bowie is" seien bereits im Vorverkauf weggegangen, die Zahl steige stündlich an, hieß es am Mittwoch vom Museum. Noch nie in der mehr als 150 Jahre alten Geschichte des Hauses hätten sich Tickets so schnell verkauft.

Die Laufzeit der Ausstellung von mehr als 300 Objekten aus Bowies Archiv wurde um zwei Wochen verlängert; sie schließt somit am 11. August. Bowie selber war an der Zusammenstellung nicht beteiligt. "Der Deal war: Ihr könnt Euch Sachen aus meinem Archiv ausleihen, aber ihr regelt alles mit meiner Archivarin", sagte Kurator Geoffrey Marsh. Keiner aus dem Team habe jemals mit dem Musiker gesprochen. Das Museum betont zudem, vorher nicht gewusst zu haben, dass der Brite Anfang März sein erstes Album nach zehn Jahren veröffentlichen würde.  Nun hoffen die Initiatoren, dass Bowie bei der Eröffnung der Schau am Samstag erscheint.

"Klang als Waffe"

 Aus Angst vor einer  zerstörerischen Kraft von Musik hat das  Victoria and Albert Museum ein für am Freitag geplantes Konzert der Heavy-Metal-Band Napalm Death abgesagt. Die britische Band sollte im Rahmen eines Projektes mit dem Künstler Keith Harrison in den Hallen des Museums spielen und durch die Lautstärke ihrer Musik eine Keramikskulptur zerstören. Doch nun sorgen sich die Verantwortlichen, dass die Dezibel auch die historische Substanz des Gebäudes beschädigen könnten, wie das Museum mitteilte.

Das Konzert hätte den Angaben zufolge in den Europa-Galerien stattfinden sollen, die derzeit renoviert werden. Eine weitere Sicherheitsuntersuchung habe die Sorge vor Zerstörungen der historischen Substanz ausgelöst. Zwar wolle das Museum "aufregende Ereignisse" organisieren, "aber die Sicherheit unserer Gäste und des Gebäudes hat stets Priorität." Man bedauere die Entscheidung, hieß es. Napalm Death war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Sänger Mark "Barney" Greenway hatte gesagt, die Band habe Gefallen daran, mit dem Konzept "Klang als Waffe" zu experimentieren.  (APA. 20.3.2013)

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