Ehemann in Wien erschlagen und angezündet: 17 Jahre Haft

20. März 2013, 13:25
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Einstimmiger Schuldspruch wegen Mordes und Störung der Totenruhe

Wien - Die 37-jährige Sarah K., die in der Nacht auf den 10. Jänner 2012 in Wien-Favoriten ihren Ehemann Harald (56) mit 18 Axthieben erschlagen und angezündet haben soll, nachdem ihr Versuch gescheitert war, der Leiche in Kniehöhe die Unterschenkel abzutrennen, ist am Mittwoch im Straflandesgericht einstimmig wegen Mordes und Störung der Totenruhe schuldig gesprochen worden. Das Schwurgericht verhängte 17 Jahre Haft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Sarah K. erbat Bedenkzeit, Staatsanwältin Andrea Kain gab vorerst keine Erklärung ab.

Mildernd wurden die bisherige Unbescholtenheit sowie die herabgesetzte Zurechnungsfähigkeit der Frau gewertet, die laut Gerichtspsychiaterin Sigrun Rossmanith an einer kombinierten Persönlichkeitsstörung leidet. Erschwerend waren demgegenüber "die Kaltblütigkeit und die grausame Tatbegehung", wie der vorsitzende Richter Andreas Böhm feststellte. Er verwies darauf, dass der Gerichtsmediziner bei der Obduktion fünf verschiedene Abwehrverletzungen gezählt hatte: "Der Mann hat das mitbekommen. Der hat um sein Leben gekämpft." (APA, 20.3.2013)

  • Die Angeklagte wurde zu 17 Jahren Haft wegen Mordes an ihrem Ehemann verurteilt.

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