Schadenersatzprozess wegen Kunduz-Luftangriffs in Bonn begonnen

20. März 2013, 12:56
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Mehr als hundert Menschen starben bei dem von der deutschen Bundeswehr angeforderten Angriff auf einen Tanklaster im September 2009

Dreieinhalb Jahre nach dem tödlichen NATO-Luftangriff im afghanischen Kunduz hat am Mittwoch vor dem Landgericht Bonn ein Schadenersatzprozess begonnen. Der Vater von zwei mutmaßlich bei der Bombardierung getöteten Kindern sowie eine Witwe und Mutter von sechs Kindern verlangen Schmerzensgeld beziehungsweise Entschädigung. Beklagt ist die Bundesrepublik Deutschland. Es handelt sich um die erste von mehreren Klagen von Hinterbliebenen.

Im September 2009 waren Tankfahrzeuge nahe dem deutschen Feldlager in Kunduz von Taliban entführt und daraufhin auf Anforderung der Bundeswehr von US-Kampfflugzeugen angegriffen worden. Unter den mehr als hundert Todesopfern waren zahlreiche Zivilisten. (APA, 20.3.2013)

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