Kroatien: 336 Kandidaten bewerben sich um zwölf Sitze im EU-Parlament

20. März 2013, 12:42
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Wahl am 14. April, EU-Beitritt am 1. Juli

Zu den ersten Wahlen für das Europäische Parlament am 14. April in Kroatien treten 28 Listen und 336 Kandidaten an, meldeten kroatische Medien am Mittwoch. Für Kroatien sind zwölf Sitze im Parlament reserviert. Die Abgeordneten werden das Land, das am 1. Juli der EU beitritt, bis zu den regulären Wahlen des EU-Parlaments 2014 vertreten. Auf den Kandidatenlisten sind, neben Kandidaten etablierter Parteien, auch grüne Aktivisten, Ultrarechte und Piraten zu finden.

Die Regierungspartei SDP (Sozialdemokratische Partei) tritt in einer Koalition mit der liberalen Volkspartei (HNS) und der Pensionistenpartei (HSU) an. Erstgereiht ist hier der ehemalige Außenminister Tonino Picula. Der Chef der vierten Regierungspartei IDS (Istrisches Demokratisches Parlament), Ivan Jakovcic, tritt mit einer unabhängigen Liste an. Die größte Oppositionspartei, die rechtskonservative HDZ (Kroatische Demokratische Gemeinschaft), reihte mit Dubravka Suica eine Frau an die erste Stelle. Suica war früher Bürgermeisterin von Dubrovnik.

Kroatien zieht nach dem im Juli geplanten EU-Beitritt mit zwölf Abgeordneten ein, verliert 2014 dann aber einen Sitz. Der Lissabon-Vertrag sieht vor, dass es nicht mehr als 751 Parlamentssitze geben darf. Auch Österreich verliert aufgrund dieser Regelung nach den nächsten Europawahlen im Mai 2014 einen Sitz. (APA/red, derStandard.at, 20.3.2013)

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    Kroatiens Premier Zoran Milanovic und Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso.

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