Geprellte MF-Global-Kunden werden entschädigt

20. März 2013, 10:29
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Großbank JPMorgan Chase einigte sich mit Insolvenzverwalter

New York - Mehr als ein Jahr nach der spektakulären Pleite des US-Wertpapierhändlers MF Global können geprellte Anleger mit einer Entschädigung rechnen. Die Bank JPMorgan Chase, die einen Großkredit an MF Global vergeben hatte, erzielte in den USA eine 546 Millionen Dollar (421,82 Millionen Euro) schwere Einigung mit dem Insolvenzverwalter von MF Global. Dies ging in der Nacht zu Mittwoch aus Gerichtsunterlagen hervor.

Streitbeilegung

Nach der Vereinbarung muss JPMorgan 100 Millionen Dollar zur Zahlung an frühere MF-Global-Kunden bereitstellen. Zudem werde die US-Bank von ihr verwaltete Fondsgelder von MF Global in Höhe von mehr als 29 Millionen Dollar sowie zunächst an den Verwalter übertragene Ansprüche in Höhe von 417 Millionen Dollar freigeben. Die Einigung erspart der Bank kostspielige, möglicherweise auch langwierige juristische Auseinandersetzungen.

MF Global hatte im Herbst 2011 Insolvenz angemeldet. Die Firma bediente sich massiv Kundengelder, um die Liquiditätslöcher aus dem operativen Geschäft zu stopfen. Die Kundenkonten wurden danach eingefroren. Die Pleite war ein Riesenskandal und rief die Politik auf den Plan. Regulierer entdeckten später eine Lücke von geschätzten 1,6 Milliarden Dollar in den Konten von MF Global. (APA, 20.3.2013)

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