Warum Superman den Asteroiden-Einschlag von Tscheljabinsk nicht verhindert hätte

19. März 2013, 22:32
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Selbst ein Superheld stößt an die Grenze seiner Möglichkeiten: Hätte er eingegriffen, wäre es für die russische Stadt vermutlich übel ausgegangen


Quelle: REUTERS/www.chelyabinsk.ru

Vor einigen Monaten hatte Superman an dieser Stelle einen Auftritt, bei dem ihm der US-Astronom Neil deGrasse Tyson dabei half, seine Heimatwelt Krypton am realen Sternenhimmel zu finden. Nun erscheint er erneut: Der "Scientific American" bat den Beschützer der Welt zu einer fiktiven Pressekonferenz, um ihm die Gelegenheit für eine längst fällige Erklärung zu geben: Warum hat er am 15. Februar die Bewohner von Tscheljabinsk im Ural nicht vor den Folgen des Asteroideneinschlags gerettet? Der Superheld musste zugeben, dass es trotz seiner übermenschlichen Fähigkeiten ab und zu unmöglich ist, ein Unglück aufzuhalten.

"Das ist eine Frage der Physik," ist Supermans Rechtfertigung - und tatsächlich hätten seine Superkräfte wohl nicht verhindern können, dass bei dem Zerbersten des rund 17 Meter großen und 10.000 Tonnen schweren Asteroiden über 1.200 Menschen verletzt und mehr als 3.000 Gebäude beschädigt werden. Zwei Maßnahmen stünden einem Superhelden vom Kaliber des Kryptoniers zur Verfügen, wenn ein Brocken aus dem All in die Erdatmosphäre eintaucht: Abbremsen oder gleich ganz zerstören. Der Versuch, den Flug des Asteroiden zu verlangsamen, hättw im Grunde kaum eine andere Auswirkungen gehabt hätte, wie die, die vor über einem Monat zu beobachten war. Eine völlige Zerstörung des Meteors von Tscheljabinsk hätte dagegen fatale Folgen nach sich gezogen: Die augenblickliche Freisetzung der gesamten Bewegungsenergie durch Supermans Faustschlag entspräche der Energie einer detonierenden 400-Kilotonnen-Atombombe. 25 Kilometer über Tscheljabinsk hätte dies die Stadt völlig dem Erdboden gleich gemacht und die weitere Umgebung vermutlich gleich dazu...

--> "Scientific American": Superman Explains Why He Didn't Destroy the Russian Meteor

(red, derStandard.at, 19.03.2013)

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