Grazer Schauspielhaus sucht Berichte aus der Monarchie

26. März 2013, 17:33
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Persönliche Geschichten und Berichte sollen als Hintergrundmaterial für eine große Produktion verwendet werden

Der Urgroßvater hatte sein Kontor am Lemberger Marienplatz und musste 1914 vor der anrückenden zaristischen Armee flüchten? Die Großmutter wurde als Tochter eines Ingenieurs der Whitehead-Werft in Fiume geboren und wurde 1918 aus dem heutigen kroatischen Rijeka nach Graz evakuiert?

Eine Familienchronik wie diese käme dem Schauspielhauses Graz derzeit sehr zupass - dort sucht man nämlich für eine aktuelle Historienproduktion für die Spielzeit 2013/14 spannende Familiengeschichten mit Steiermark-Bezug, die die Entwicklungen der letzten Jahre der k.u.k.-Monarchie wiederspiegeln.

Das Stück bleibt "Staatsgeheimnis"

Um welches Stück es sich handelt und wer inszeniert, wird noch nicht verraten: Das sei ein "Staatsgeheimnis", heißt es augenzwinkernd und in bester habsburgischer Beamtentradition am Dienstag seitens des Schauspielhauses.

Aus den Geschichten soll sich ein Gesamtbild mit Graz-Bezug ergeben: "Schicken Sie uns Ihre persönlichen Familien-, (verbotene) Liebesgeschichten, Ereignisse sowie Berichte über gefallene Söhne, Väter, Brüder, verschwundene oder verschleppte Soldaten. In welchen Ländern sind Ihre Grazer Familiengeschichten verwurzelt?" fragt das Schauspielhaus. Wer sich angesprochen fühlt, solle direkt mit der Dramaturgie des Grazer Schauspielhauses Kontakt aufnehmen. (APA/red, derStandard.at, 26.3.2013)

Info

Berichte können an christian.mayer@schauspielhaus-graz.com geschickt werden.

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    Diese Postkarte aus dem Jahr 1911 zeigt Kaiser Karl I. und Kaiserin Zita auf dem offiziellen Hochzeitsfoto.

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