Analysten sehen weniger Gewinn bei Immofinanz

19. März 2013, 17:44
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Wien - Im Vorfeld der morgen, Mittwoch, anstehenden Zahlenveröffentlichung der Immofinanz gehen die Analysten von einer positiven Mieterlösentwicklung im Neunmonatszeitraum des laufenden Geschäftsjahres aus. Die Experten der Bankinstitute Erste Group, Baader Bank und Kepler Capital Markets sehen bei den Mieterlösen eine Steigerung um 13 Prozent auf im Schnitt 492,43 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 437,30 Mio. Euro). Der Hauptgrund für die höheren Mieterlöse sei die erstmalige, hundertprozentige Konsolidierung von Rostokino, so der Analyst aus dem Hause Kepler, Thomas Neuhold.

Bei den Mieterlösen sei ein langsameres Wachstum zu erwarten, da im vergangenen Geschäftsjahr hier besonders die beiden Kaufhausprojekte Maritimo in Rumänien und Silesia in Polen stark zu den Erlösen beigetragen hätten, erläutert die Erste-Analystin Martina Valenta.

Beim operativen Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erwarten sich die Experten im Konsensus leicht erhöhte Zahlen. Das leichte Plus von vier Prozent über dem Vorjahresniveau ergibt ein geschätztes Neunmonats-EBITDA von 386,63 Mio. Euro. Baader-Analystin Christine Reitsamer erklärt, dass es in diesem Zeitraum weniger Geschäftskosten gegeben habe, weswegen das EBITDA leicht gestiegen sei.

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres habe das österreichische Immobilienunternehmen bekannt gegeben, dass das russische "Goodzone"-Projekt habe verschoben werden müssen, so Reitsamer. Ihrer Kenntnis nach könne die Immofinanz aber mittlerweile mit der Entwicklung des Projekts wieder fortfahren.

Beim operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) hingegen erwarten die Analysten im Schnitt einen um 36 Prozent gesunkenen Wert von 443,93 Mio. Euro. Im Vorjahreszeitraum hatte das EBIT noch 690,90 Mio. Euro betragen.

Auch beim Nettogewinn nach Minderheiten ist in der APA-Konsensusprognose ein Rückgang in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres auf im Schnitt 177,37 Mio. Euro zu verzeichnen. Dies bedeutet im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von 34 Prozent. Fluktuationen beim Nettogewinn seien sehr oft mit Fremdwährungseffekten zu erklären, so Martina Valenta von der Erste Group. Auch Kepler-Analyst Thomas Neuhold sieht die Fremdwährungen als Mitgrund für den gesunkenen Profit. (APA, 19.3.2013)

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