"Alter Sack der Xte": Protest gegen Papst-Kommentar in der "taz"

19. März 2013, 15:50
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Chefredakteurin Pohl: Abo-Kündigungen aber auch Lob und Respekt

Berlin - Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat gegen Schmähungen des Papstes in der deutschen Tageszeitung "taz" protestiert. So erklärte ZdK-Präsident Alois Glück, er erwarte gerade von einer Zeitung, die für sich in Anspruch nehme, für Offenheit und Respekt einzutreten, einen anderen Stil.

Respekt gegenüber den Religionsgemeinschaften und den Kirchen müsse man gerade auch in einer säkularen und offenen Gesellschaft pflegen, die vom gegenseitigen Respekt vor den Überzeugungen des jeweils anderen lebt, heißt es in einem Brief Glücks an die Chefredakteurin der taz, Ines Pohl.

"Reaktionärer alter Sack"

Im Artikel "Alter Sack der Xte" in der online-Ausgabe der "taz" vom 13. März und in einer leicht redigierten Print-Version vom 15. März hatte es unter anderem geheißen: "Der neue Papst ist, den bislang vorliegenden Informationen nach zu urteilen, ein reaktionärer alter Sack wie sein Vorgänger, der seinerseits einem reaktionären alten Sack gefolgt war, der wiederum einen reaktionären alten Sack beerbt hatte."

Chefredakteurin Ines Pohl räumte ein, dass es schon lange nicht mehr so kontroverse Reaktionen auf die Berichterstattung gegeben habe wie in diesem Fall. Sie schreibt von Abo-Kündigungen, Mails und Briefen, "die Entsetzen, Wut und Unverständnis ausdrückten, aber auch Lob und Respekt dafür, dass wir als einzige deutsche Zeitung den neuen Papst so kritisch begrüßten". (APA, 19.3.2013)

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