Krise bei HTC: Android-Flaggschiff One verzögert sich

19. März 2013, 15:42
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CEO Peter Chou will laut Insidern im Fall eines Flops zurücktreten

Der Marktstart von HTCs im Februar präsentierten Android-Flaggschiff One wird verschoben, wie das Wall Street Journal berichtet. Aufgrund von Problemen mit der Verfügbarkeit von Komponenten, habe das Unternehmen den Handel darüber informiert, dass man den anvisierten Start in der dritten Märzwoche nicht halten könne. Für HTC steht viel auf dem Spiel.

Nicht mehr Top-Kunde

Das Smartphone hätte zu dem Zeitpunkt in 80 Ländern bei 185 Mobilfunkern angeboten werden sollen. Zulieferer von Kamera-Komponenten würden HTC nicht mehr als Top-Kunden ansehen, erklärte HTC gegenüber der Zeitung. Das Unternehmen habe seine Aufträge daher stark dezimieren müssen. Erste Lieferungen von Vor-Bestellungen könnten Ende März erfüllt werden.

Marktanteile geschrumpft

Die Verzögerungen treffen das Unternehmen hart. Konnte sich HTC mit Android zunächst schnell einen Namen machen, kam das Unternehmen im letzten Jahr stark ins Trudeln. 2011 hatte HTC noch einen weltweiten Smartphone-Marktanteil von 8,8 Prozent, 2012 brach er laut IDC-Zahlen auf 4,6 Prozent ein. Samsung zog mit seiner Galaxy-Reihe an die Spitze, gefolgt von Apple als zweitstärkstem Smartphone-Hersteller.

CEO will Konsequenzen ziehen

HTC Peter Chou will persönliche Konsequenzen ziehen, sollte das One floppen. Bereits Ende 2012 habe er ranghohen Unternehmensmanagern verkündet, dass er in diesem Fall zurücktreten werde. Das berichtet das WSJ unter Berufung auf vertraute Personen. In ersten Tests gab es für das HTC One vor allem Lob für die Kamera, die Akkulaufzeit wurde kritisiert. (red, derStandard.at, 19.3.2013)

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    CEO Peter Chou bei der Präsentation des HTC One im Februar.

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