Erstes Endokrinologie-Zentrum in Innsbruck

19. März 2013, 13:05
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20 Prozent der Bevölkerung leiden laut Experten an einer endokrinologischer Erkrankung - Es gibt über 1.000 Krankheitsbilder

Sowohl die Diagnose, als auch die Behandlung einer endokrinologischen Erkrankung, die durch körpereigene Drüsen ausgelöst wird, können schwierig sein. Dies erklärte Herbert Tilg, Direktor der Inneren Medizin I der Uni-Klinik Innsbruck am 19. März im Rahmen einer Pressekonferenz. Deshalb wurde das Endokrinologie Zentrum Innsbruck (EZI) ins Leben gerufen.

Rund 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung leiden laut Tilg an einer derartigen Drüsenerkrankung. "Es gibt auf jeden Fall über 1.000 Krankheitsbilder, die zu den endokrinologischen Erkrankungen zählen. Adipositas und Diabetes sind die beiden häufigsten und noch immer massiv in der Zunahme", sagte der Mediziner.

Oft atypische Symptome

Symptome einer endokrinologischen Krankheit können sehr atypisch verlaufen und würden oft nicht einmal in der erkrankten Körperregion auftreten, weshalb der Weg zu einer richtigen Diagnose oft sehr lang sein kann, erläuterte Tilg. "Eine Fehlfunktion der Schilddrüse kann beispielsweise Auswirkungen auf die Verdauung, das Herz-Kreislauf-System, aber auch auf die Psyche haben", erklärte Irene Virgolini, Direktorin der Uni-Klinik für Nuklearmedizin.

Das EZI soll nun Ärzte verschiedener Disziplinen vernetzen, um endokrinologische Krankheiten schneller erkennen und gezielter behandeln zu können, meinte Tilg. "Es braucht oft zwei bis drei Experten, um eine derartige Erkrankung gut managen zu können." Eine Webseite soll in Zukunft Patienten und niedergelassenen Medizinern helfen, den richtigen Ansprechpartner zu finden. Auch Aus- und Fortbildung sollen ein zentraler Aspekt der neuen Einrichtung werden. (APA/red, 19.3.2013)

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