Noch nie so wenige Verkehrstote in der EU, Österreich auf Platz elf

19. März 2013, 13:14
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Zahl tödlicher Unfälle im Vorjahr um neun Prozent gesunken - Verkehrskommissar Kallas: 3.000 Menschen weniger gestorben

Brüssel - Die Zahl der Verkehrstoten auf der Straße ist in der EU im Vorjahr auf einen Tiefstand gefallen. 2012 gab es um neun Prozent weniger Todesopfer im Straßenverkehr als 2011. EU-Verkehrskommissar Siim Kallas erklärte am Dienstag in Brüssel, dies sei zwar ein Meilenstein, doch würden immer noch täglich 75 Menschen auf den Straßen Europas sterben. Selbstzufriedenheit sei daher fehl am Platz.

"Wir haben uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr in der EU bis 2020 um die Hälfte zu verringern, und wir dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, wenn wir dieses Ziel erreichen wollen", sagte Kallas. Gleichzeitig seien die Unfälle mit Todesfolge nur die Spitze des Eisbergs. "Auf jeden Verkehrstoten auf Europas Straßen kommen zehn Schwerverletzte, die Hirn- oder Wirbelsäulenverletzungen erleiden. Wir brauchen eine Strategie, um die Zahl der schweren Verletzungen im Straßenverkehr EU-weit zu verringern."

Malteser und Briten fahren am rücksichtsvollsten

Österreich liegt mit 64 Verkehrstoten je eine Million Einwohner auf Platz elf innerhalb der 27 EU-Staaten. Im Vergleichszeitraum 2011 bis 2012 war Österreich mit plus 4 Prozent neben Litauen (plus 2 Prozent), Luxemburg (plus 3 Prozent) und Rumänien (plus 1 Prozent) nur eines von vier EU-Ländern, die einen Anstieg bei tödlichen Unfällen zu verzeichnen hatten.

In der EU gibt es weiterhin große Unterschiede. Die Länder mit den geringsten Todesopfern im Straßenverkehr sind nach wie vor Malta mit 26 Toten und Großbritannien mit 28 Verkehrstoten auf eine Million Einwohner. Die höchste Zahl weist mit 100 Verkehrstoten bezogen auf eine Million Einwohner Litauen auf.

Danach folgen Rumänien (96), Polen (93), Griechenland (92), Lettland (86), Bulgarien (82), Belgien (73), Portugal und Tschechien (je 71), Estland und Luxemburg (je 65), Österreich (64), Italien (62), Ungarn (60), Slowenien und Zypern (je 59), Frankreich (56), Slowakei (55), Finnland (48), Deutschland (44), Spanien 41), Irland (36), Dänemark und Niederlande (je 32), Schweden (31), Großbritannien (28) und Malta (26). Der EU-Durchschnitt betrug 55 Tote.

Die Kommission verwies darauf, dass jährlich rund 250.000 Unfälle mit schweren Verletzungen in der EU passierten. 28.000 davon gingen im Vorjahr tödlich aus. (APA/red, 19.3.2013)

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    Österreich liegt nach der Zahl der Verkehrstoten auf Platz elf der EU-27.

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