Mindestens 150 Journalisten zwischen 2003 und 2011 im Irak getötet

19. März 2013, 12:21
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US-Invasion und nachfolgende Kämpfe forderten viele Opfer unter Medienvertretern

Bagdad/Damaskus/New York - Der Irak-Krieg und nachfolgende bürgerkriegsähnliche Konflikte zwischen Ethnien haben auch unter Journalisten viele Opfer gefordert. Mindestens 150 Reporter starben zwischen dem Beginn der US-Invasion im März 2003 und Dezember 2011, wie die Organisation "Committee to Protect Journalists" (CPJ) am Montag (Ortszeit) in New York mitteilte. Rund 85 Prozent der getöteten Journalisten seien Einheimische gewesen.

Darüber hinaus seien 54 Übersetzer, Fahrer und andere Helfer der Medienvertreter getötet worden. CPJ veröffentlichte die Daten anlässlich des zehnten Jahrestages der US-Invasion im Irak am 20. März. Laut CPJ übersteigen die Todesfälle im Irak damit bei weitem dokumentierte Todesfälle von Reportern während anderer Kriege. Im Zweiten Weltkrieg kamen demnach 68 Journalisten um, auf dem Balkan hatte es zwischen 1991 und 1995 36 Opfer unter Medienvertretern gegeben.

Der Konflikt in Syrien habe bisher 35 Journalisten das Leben gekostet, und in Afghanistan seien seit 2001 insgesamt 21 Medienvertreter getötet worden. Die Organisation sammelt weltweit Informationen über die Verletzung der Pressefreiheit und die Ermordung von Journalisten. (APA, 18.3.2013)

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