Bergoglio wird mit Messe in Amt eingeführt

19. März 2013, 10:07
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Neues Kirchenoberhaupt erhält auf Roms Petersplatz Insignien

Vatikanstadt - Auf dem Petersplatz in Rom hat am Dienstag die feierliche Messe begonnen, bei der Jorge Mario Bergoglio alias Papst Franziskus offiziell in sein Amt eingeführt wird. Die Messe wurde von 180 Kardinälen und Bischöfen mitzelebriert. Der Pontifex trug eine einfache weiße Soutane. Schon in den vergangenen Tagen hatte er die Gläubigen durch seine Volksnähe begeistert. Rund 300.000 Menschen waren laut Schätzungen auf dem Petersplatz in Rom und in den umliegenden Straßen versammelt. Unter den Gläubigen befanden sich viele Pilger und Touristen aus Lateinamerika, die Fähnchen Argentiniens, der Heimat des neuen Papstes, und des Vatikans schwenkten.

Vor der Einführungsfeier hatte der Papst kniend am Grab des Apostels Petrus gebetet. Im Rahmen des Gottesdienstes erhält der 76-Jährige den Fischerring in Erinnerung an den Apostel und ersten Papst Petrus und das Pallium, ein mit schwarzen Kreuzen besticktes weißes Band aus der Wolle eines gesegneten Lamms, als Zeichen seiner Papstwürde. Der Messe, die weltweit von Fernsehsendern live übertragen wird, wohnten Delegationen aus 132 Ländern bei.

Im Jeep Segen erteilt

Der neue Papst erschien sichtlich bewegt. Als er vor Beginn des Gottesdienstes stehend in einem Jeep auf dem Petersplatz erschien, wurde er von langem Applaus begrüßt. "Franziskus, Franziskus", riefen die Gläubigen, die sich bereits am frühen Dienstag auf dem Petersplatz versammelt hatten. Gruppen katholischer Jugendlicher hatten die Nacht in Schlafsäcken in der Nähe des Petersplatzes verbracht.

Der Pilgerandrang rund um den Petersplatz nahm auch nach Beginn der Messe zu. Tausende Menschen verfolgten die Messe auf Großbildschirmen, die auf der Via della Conciliazione, der Straße, die zum Vatikan führt, aufgestellt wurden. Zu den Prominenten, die an der Zeremonie teilnahmen, zählten auch der italienische Staatschef Giorgio Napolitano, der scheidende Regierungschef Mario Monti, US-Vizepräsident Joe Biden und die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner. (red/APA, 19.3.2013)

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    foto: epa/claudio peri
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