Red Bull mit Chance auf Vorentscheidung

19. März 2013, 10:07
10 Postings

Salzburg kann mit Heimsieg auf 3:1 in der Halbfinalserie stellen - Linz gegen KAC weiter knappes Rennen, bisher nur Heimsiege

Red Bull Salzburg hat im Halbfinal-Play-off der Eishockey Erste Bank Liga (EBEL) als erster Club die Serie der Heimsiege durchbrochen. Nach dem 3:1 bei den Vienna Capitals am Sonntagabend haben die "Bullen" nur 48 Stunden später die Chance, in der eigenen Arena mit dem dritten Sieg eine Vorentscheidung herbeizuführen. Im Duell der Black Wings Linz mit dem KAC wurde hingegen der Heimvorteil erneut in einen Sieg umgemünzt, der KAC kann am Dienstag in der "best of seven"-Serie vor den eigenen Fans zum 2:2 ausgleichen.

Dem Meister Linz ist in dieser Saison noch kein Sieg beim KAC gelungen. Die bisherigen drei Duelle verliefen allesamt sehr knapp, auch wenn die Linzer am Sonntag im Finish noch einen 4:1-Erfolg herausschossen. "Da haben wir diszipliniert und defensiv gut gespielt", meinte Kapitän Philipp Lukas.

Dieses Motto gilt für das Team von Rob Daum auch im Auswärtsmatch am Dienstag (19.25 Uhr/live ServusTV), in dem auch Robert Lukas nach einer Erkrankung wieder dabei sein sollte. Der Coach glaubt, dass sein Team von der knappen Viertelfinal-Serie gegen den VSV profitiert hat. "Dadurch sind wir in entscheidenden Spielsituationen immer voll da." KAC-Cotrainer Dieter Kalt fordert für die vierte Partie von Beginn an volle Konzentration. "Den Willen, den wir am Sonntag im Schlussdrittel gezeigt haben, müssen wir von Beginn an zeigen", sagte der Ex-Internationale.

Ex-Meister Salzburg würden nun zwei Heimsiege zum Finaleinzug gegen die Capitals reichen. "Das zeichnet ein gutes Team aus, zum richtigen Zeitpunkt ein Tor zu machen", sagte Daniel Welser zum Treffer zum 3:1, der in einer Drangperiode der Wiener in der 55. Minute fiel. "Jetzt ist es wichtig, dass wir noch eins drauflegen, sonst ist dieser Sieg nutzlos." Doch der Verteidiger warnte davor, die Capitals zu unterschätzen. "Wenn man ihnen zuviel Raum lässt, sind sie gefährlich."

Capitals-Coach Tommy Samuelsson war mit der Vorstellung nicht zufrieden. "Wir müssen über 60 Minuten eine bessere Leistung bringen", erklärte der Schwede und forderte mehr Risiko. "Dieses Spiel müssen wir abhaken, es gibt neue Möglichkeiten. Noch ist nichts passiert. Ich bin überzeugt, dass es eine lange Serie wird." Die Wiener haben es seit ihrem ersten EBEL-Titel 2004/05 nicht mehr in ein Finale geschafft. (APA; 19.3.2013)

  • Die Capitals unter Zugzwang.
    foto: gepa/ort

    Die Capitals unter Zugzwang.

Share if you care.