"Washington Post" errichtet eine Paywall - mit Ausnahmen

19. März 2013, 10:30
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20 Artikel pro Monat kostenfrei - Preis für digitale Abos noch offen

Das "Wall Street Journal" und die "Financial Times" haben es schon getan. Die "New York Times" auch. 450 von 1.380 Tageszeitungen in den USA tun es laut dem kürzlich veröffentlichten Report "State of the News Media 2013". Ab Sommer will nun die "Washington Post" ihre Online-Leserschaft zur Kasse bitten. 20 Artikel und Multimedia-Features auf der Website sind dann pro Monat frei zugänglich. Darüber hinaus wird aber ein noch nicht genannter Betrag "zur Erhaltung des Journalismus" verlangt.

Ausnahmen

Startseite, Übersichtsseiten und damit auch Werbeeinschaltungen sollen aber auch künftig frei zugänglich sein. Abonnenten oder Studenten und Lehrer werden weiter unlimitierten Zugang zum digitalen Angebot haben.

"Kluge" Leser

Verlegerin Katharine Weymouth hofft auf das Verständnis der Leserschaft. Nachrichtenkonsumenten seien "klug", sie würden verstehen, dass hochwertige Nachrichten mit hohen Kosten verbunden sind. Für Print-Abos "mehr und mehr" zu verlangen, gleichzeitig Inhalte online zu verschenken, sei ein "gänzlich unvernünftiges Angebot" für die Leser, so Weymouth.

Geschäftsführer Donald E. Graham zählte zu jenen in der Branche, die nachteilige Auswirkungen im digitalen Werbeverkauf befürchteten. Er habe der durchlässigen Paywall aber nun zugestimmt, heißt es in einem Bericht der "Washington Post". Mit dem sogenannten "Metered Model" lasse sich die Reichweite halten, hofft Graham. Die "Post" hat anders als die "New York Times" ein lokales Anzeigengeschäft. Online hingegen zieht das Blatt zu 90 Prozent eine Leser außerhalb Washingtons an. (sb, derStandard.at, 19.3.2013)

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