Jahresüberschuss für Hypo Österreich

19. März 2013, 08:28
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Das EGT betrug 17 Millionen Euro. Die Bilanzsumme ist um ein Drittel auf 3,86 Milliarden Euro geschrumpft

Klagenfurt - Die Hypo Österreich ("Hypo Alpe-Adria-Bank AG/HBA"), die von der Hypo Alpe-Adria-Bank abgespalten worden ist, hat im Geschäftsjahr 2012 ein positives Ergebnis erzielt. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) lag bei 17 Millionen Euro (2011: 10,2 Millionen ), wie die Bank am Dienstag ad hoc bekannt gab. Die notleidenden Kredite wurden demnach um 75 Prozent verringert, die Eigenmittelquote lag Ende 2012 bei zwölf Prozent. Der Jahresüberschuss liegt bei 48,1 Millionen Euro, er wurde in erster Linie durch die Kündigung von Ergänzungskapital von 40 Millionen Euro realisiert.

Verluste für Investoren

Die Investoren mussten dabei Verluste hinnehmen, die Bank weist aber darauf hin, dass 80 Prozent davon der Konzernmutter (Hypo Alpe-Adria-Bank International AG) zufielen. Die Hypo Alpe-Adria-Bank AG (HBA), die jetzt als "Hypo in Kärnten" positioniert wird, wies eine Bilanzsumme von 3,86 Milliarden Euro aus, 2011 waren es noch 5,74 Milliarden gewesen. Vermögenswerte von knapp zwei Milliarden Euro wurden an die Muttergesellschaft übertragen, wodurch auch das Kreditvolumen von 4,69 auf 2,87 Milliarden Euro zurückging. Auf diese Weise soll die "Braut" herausgeputzt werden, die Hypo Österreich steht ja zum Verkauf und soll noch in diesem Jahr den Besitzer wechseln. Das Volumen der notleidenden Kredite wurde durch die Spaltung von 641 auf 143 Millionen Euro gedrückt, das Neugeschäft stieg von 121 Millionen Euro auf 230 Millionen Euro.

Die Bankverbindlichkeiten wiesen Ende 2012 einen Stand von 412 Millionen Euro auf, 2011 waren es noch 1,92 Mrd. gewesen. Infolge der Spaltung wurde die gesamte Refinanzierungslinie von der Mutterbank, die Ende 2011 noch 1,35 Milliarden Euro betragen hatte, rückgeführt. Für den Bankvorstand ist durch die erfolgte Umstrukturierung ein Institut entstanden, das "unabhängig von der Konzernmutter und aus eigener Kraft am Markt" agieren könne.

Offen ist allerdings noch das Ergebnis des Beihilfeverfahrens in Brüssel. Dort hatte man im Februar einen adaptierten Restrukturierungsplan deponiert, eine Entscheidung wird noch im ersten Halbjahr 2013 erwartet. (APA, 19.3.2013)

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