Ölpreise gefallen

21. März 2013, 18:13
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New York/London/Wien - Die Ölpreise sind am Donnerstag belastet durch die Verunsicherung an den Finanzmärkten gefallen. Am späten Nachmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Mai-Lieferung 107,90 US-Dollar. Das waren 82 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Fass der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 31 Cent auf 93,91 Dollar.

Die Nervosität an den Märkten wegen der noch ungelösten Zypern-Rettung habe auch die Ölpreise belastet, sagten Händler. Die zypriotische Regierung stellte am Donnerstag einen neuen Plan vor, mit dem ein eigener Beitrag des Inselstaats für die internationale Finanzhilfe sichergestellt werden soll. Noch an diesem Abend will das Parlament darüber abstimmen. Danach halten die Eurofinanzminister eine Telefonkonferenz zu dem Thema ab.

In der Eurozone sind zudem die Einkaufsmanagerindizes im März schwächer als erwartet ausgefallen. Eine schlechtere Konjunkturentwicklung in der Eurozone wurde auch die Ölnachfrage belasten. Die Ölpreise erholten sich am Nachmittag jedoch von noch stärkeren Verlusten, nachdem in den USA der Philly-Fed-Index und der Sammelindex der Frühindikatoren besser als erwartet ausfielen.

Der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) ist gesunken. Nach Berechnungen des OPEC-Sekretariats vom Donnerstag kostete ein Barrel (159 Liter) am Mittwoch im Durchschnitt 105,85 US-Dollar. Das waren 67 Cent weniger als am Dienstag. Die OPEC berechnet ihren Korbpreis auf Basis von zwölf wichtigen Sorten des Kartells. (APA, 21.3.2013)

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